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: Ernst Schnabel

Bücher über das Chaos: Wer zeigt mir den Weg, wenn ich mich verirrt habe?

Bücher über das Chaos: Wer zeigt mir den Weg, wenn ich mich verirrt habe?

Vertrauen wir uns Chimamanda Ngozi Adichie an, Virginia Woolf, Gabriel García Márquez, Judith Hermann oder Camus. Und als bestem Reiseführer aller Zeiten: natürlich Homer

Die Quäler quälen sich selber

Er war "einer von denen, die nach Haus kommen und die dann doch nicht nach Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist", deren Zuhause dann "draußen vor der Tür" ist, "draußen, nachts im Regen, auf der Straße": Beckmann, die entmenschte und doch zum Weiterleben verdammte, die verratene, verführte, aber trotzdem sich in Schuld verstrickt fühlende Kreatur; Beckmann und "ihr Deutschland", unser Deutschland; Beckmann und der liebe Gott, der Tod, die Natur; Beckmann, der Alleingelassene.

Bücher über das Chaos: Wer zeigt mir den Weg, wenn ich mich verirrt habe?

Vertrauen wir uns Chimamanda Ngozi Adichie an, Virginia Woolf, Gabriel García Márquez, Judith Hermann oder Camus. Und als bestem Reiseführer aller Zeiten: natürlich Homer

10.015

Wandel durch Anordnung

Seit 1945 sind in der Bundesrepublik drei Phasen der Entwicklung des Rundfunks zu verzeichnen. Die erste Phase begann mit unterschiedlicher Intensität und mit unterschiedlichen Zielen in den einzelnen Besatzungszonen bereits im Sommer 1945.

Täglich keine Wahl

Ich bin eigentlich überzeugt", so schrieb vor drei Jahren Helmut Heißenbüttel in dieser Zeitung, "daß die Institution des Dritten Programms nicht ein Opfer der augenblicklichen Querelen wird.

Die Unvernünftigen sterben aus

Irgendein Pole wird sich doch noch finden lassen" – der Witz ist bekannt; da ein Pole nun auf Papst- und Präsidentenberater- und Nobelpreisträger-Thron sitzt: wieso nicht auch auf einem Rundfunkintendantensessel? Irgendwo wird ja immer einer gesucht; und für einige Wochen kann man die üblichen Schlagzeilen lesen vom "Proporzgerangel" oder "Parteienpatt".

Ruhiger Seegang

Am 4. Dezember 1968, mitten in der Zeit der Studentenbewegung, scheiterte die Uraufführung von Henzes Oratorium "Das Floß der Medusa".

Diese Woche nicht 50 geworden

Wolfgang Borchert lebte 26 Jahre, am 20. 11. 1947 starb er, der dort zu dieser Zeit nicht eben hochwillkommene Deutsche, in einem Krankenhaus in Basel; einen Tag später fand in Hamburg die Uraufführung seines Dramas "Draußen vor der Tür" statt, das den Namen Borchert über Nacht bekannt und zugleich zum Mythos machen sollte.

Gottes schwarze Liste

Die erste Story: Ein junger Mann – wir nennen ihn fürs erste A – weilt unter uns auf Erden. Jill, eine junge Krankenschwester, die ihn kennenlernt, bietet ihm bei diesem ersten Zusammentreffen ein Glas Wasser an.