Wer sich in der Cafeteria der Werner-Seelenbinder-Schule im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen eine kleine Flasche Cola light kauft, weiß genau, was er tut. Nämlich kurz darauf 0,8 Kilojoule und 0,03 Gramm Kohlenhydrate zu sich nehmen. So steht es an der kleinen Tafel direkt neben der Essens- und Getränkeausgabe, die fast ausschließlich von jungen - und ernährungsbewussten - Leistungssportlern frequentiert wird. Denn die Werner-Seelenbinder-Schule ist Deutschlands größte Sportschule mit angeschlossenem Internat. Und spätestens seit den erschreckenden Ergebnissen der Pisa-Studie ist sie auch ein Ort, an dem sich trefflich über Bildungsfragen diskutieren lässt: Soll man möglichst lange auf Allgemeinbildung setzen? Oder möglichst früh auf Spezialisierung, wie es die Seelenbinder-Schule tut, in ihrem Fall auf Sport?
: Hohe Ziele
An Deutschlands Sportschulen streben Lehrer und Schüler nach olympischen Medaillen - mit einigem Erfolg. Können andere Schulformen davon lernen? Eine Analyse in Zeiten der Pisa-Debatte