Fördermöglichkeiten

Der Deutsche Kanu-Verband setzt sich dafür ein, die Entwicklung und das Wachstum der Kanu-Vereine in Deutschland zu unterstützen. Hier finden Sie eine Übersicht über verschiedene Förderprojekte, die darauf abzielen, die Sportliche Vielfalt und die Gemeinschaft in Vereinen zu stärken. 

Die vorgestellten Förderprojekte decken eine breite Palette von Themen ab, darunter:

1. Allgemeine Förderung im Sport

 

2. Talentförderung: 


3. Integration und Inklusion durch Sport: 


4. Nachhaltigkeit im Sport: 


5. Gesundheitsförderung: 


6. Fortbildung und Qualifizierung: 

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7. Förderung auf Landesebene

7.1 Förderung durch Landessportbünde (LSB)

7.2. Sonstige Förderungen auf Landesebene

  • Energie Baden-Württemberg - Ladestationen PKW: 
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Allgemeinenes

Ihr wollt das Leben in eurem Verein bunter und attraktiver machen, Ihr habt eine tolle Idee oder ein tolles Projekt für Euren Verein? Ihr würdet so gern etwas verändern, evtl. inklusiv tätig werden? Ihr wisst nur nicht, wie ihr es finanzieren sollt?

Dann bist du hier richtig.

Du wirst erfahren wie du für euren Verein zielgerichtet Fördergelder einwirbst, und zwar nicht nur Geld, sondern auch Sachspenden und Zeitspenden - und das alles so, dass es auch dem Finanzamt gefällt. Außerdem erfährst du, wie man Kontakte und Kooperationen mit Unternehmen knüpft, von denen dein Verein profitieren kann. Nicht zuletzt geht es darum, wie sich euer Verein mit einem klaren Profil nach außen darstellt und so sein Image stärkt.
Vereine sind gemeinnützige Institutionen, die auf Nonprofit-Basis arbeiten.

In vielen Vereinen ist das Denken verbreitet, unsere Mitglieder zahlen schon den Beitrag, wir können von diesen nicht noch mehr Geld aus den Rippen leiern. Es werden ja schon: Tombola, Sommerfeste, Sammelbüchsengelder oder Zeitspenden (Arbeitsdienste) durchgeführt, das muss reichen.

Aber das reicht vielfach nicht aus um daraus Projekte zu generieren. Man ist heutzutage einfach auf privates und gewerbliches Sponsoring sowie auf Stiftungen angewiesen, wenn man beispielsweise ein besonderes Projekt auf die Beine stellen will.

Einen großzügiger Spender, der alle benötigten Ressourcen alleine finanziert, das wünscht sich wohl jeder Kassenwart im Verein. So ließe sich einfach die Vereinsarbeit weiterführen und bestimmte Ziele umsetzen, ohne dass zu viel Zeit für die Beschaffung von finanziellen und sachdienlichen Mitteln verschwendet werden muss.

Aber: Für kleine Vereine ist es sehr schwer, finanzkräftige Investoren zu finden. Große Firmen oder reiche Spender, engagieren sich häufig bereits im Spitzensport oder unterstützen große Vereine. Deswegen sollte man versuchen, als kleiner Verein mit Fundraising möglichst viele Bereiche zu erreichen. Viele Privatpersonen und Unternehmen sind zum Beispiel gerne bereit, ein wenig Geld locker zu machen und Sportvereine zu unterstützen. Ferner gibt es viele gefüllte Fördertöpfe die ihr anzapfen könnt. Man muss sie nur finden.

Die gute Nachricht vorweg: Du musst nicht zwangsläufig ein großes Investitionsvolumen einplanen. Zum einen gibt es keinen zwingenden Grund, neue, spezielle Boote zu kaufen – es ist auch möglich, vorhandene Vereinsboote ohne großen Aufwand umzugestalten.

Zum anderen lassen sich auch viele Maßnahmen, um das Vereinsgelände für zum Beispiel Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer barrierefrei zu gestalten, in Eigenregie durchführen.
Es gibt in Deutschland aber auch auf verschiedensten Ebenen viele Fördertöpfe zur Unterstützung von Vereinen des inklusiven Sports: Lotterien, Stiftungen und Preise, finanzielle Hilfen auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene sowie durch die Sportverbände. Es lohnt, sich allemal mit diesen Fördermöglichkeiten auseinander zu setzen. Jede Stiftung und jede Organisation hat ganz unterschiedliche Anforderungen an den Antragsteller.

Im Folgenden werden hier Begrifflichkeiten und Hintergründe erklärt, die mit Förderung zu tun haben:

Was ist Sponsoring?
Unter Sponsoring versteht man die Förderung durch ein kommerzielles Unternehmen in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen mit der Erwartung, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten. (Trikot-Werbung, Veranstaltung mit Werbung durch Sponsor). Sponsoring beruht auf Leistung und Gegenleistung. Die Geldzahlung hierbei ist wie eine Betriebseinnahme zu verrechnen, sie ist steuerlich anders wirksam.
Was ist eine Spende?

Spenden sind freiwillige und unentgeltliche Zuwendungen (Geld- Sach-oder Zeitspenden) die mit keiner Verpflichtung oder Gegenleistung verbunden ist. Spenden müssen systematisch erarbeitet werden. Zielgruppen analysieren, gezielt ansprechen und für eine gute Informationspolitik sorgen, sind die zentralen Punkte des Spendenmarketing.

Spenden sind die beste – weil einfachste – Form der Geldzuwendung, unbegrenzt möglich, da Steuerpflicht und Gegenleistung entfallen.

Spender können sein: Privatpersonen, Unternehmen oder auch Stiftungen oder Fonds. Durch die Teilhabe des Spenders an eurem Projekt, haben sie selbst das Gefühl etwas Gutes getan zu haben – nicht nur für euch, sondern auch für sie selbst. Zudem ist es hilfreich, euren Spendern eine
Spendenquittung auszustellen, damit die Spende von der Steuer abgesetzt werden kann.

Was ist eine Förderung?
Unter Förderung versteht man eine finanzielle Unterstützung einer gemeinnützigen Organisation (Stadt, Land, Kommune, Stiftungen, Verbände, Vereine) mit der Erwartung, das gemeinnützige Ziele erreicht werden. Die Ziele sollten satzungskonform sein. Im Rahmen der Gemeinnützigkeit, Steuer befreit.
Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung ist eine Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens einer vom Stifter festgelegten Zweck verfolgt, z.B. die Förderung des Sports für Menschen mit Behinderungen.

Die finanzielle Basis einer Stiftung bleibt erhalten, ausgegeben werden nur die erzielten Überschüsse. 80% der ca.25.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts haben ein begrenztes regionales Betätigungsfeld. Das bedeutet, dass sie nur für ihre Region eine Förderung leisten.

Es ist oftmals nicht leicht eine Stiftung im Internet zu finden, da ca. 60 % der Förderstiftungen keine eigene Web-Seite haben. Das teilweise aus gutem Grund. Daher bringt es dir nichts, wenn du in Frankfurt eine Stiftung gefunden hast die auf eure Bedürfnisse zugeschnitten ist, ihr aber in Kiel euren Vereinssitz habt.

Es gibt gebietsweise Netzwerke, z.B. in Lehrte oder in Hannover, an die man sich wenden kann. Auch in den Vereinslandschaften innerhalb der Sportarten und Verbände gibt es Netzwerke wo man sich informieren kann, sowie regionale Stiftungsnetzwerke (z.B. Stiftungsinitiative Hannover, in Braunschweig Haus der Braunschweigischen Stiftung, auch in Bremen gibt es ein Stiftungshaus). Was die Stiftung bewirken will, hat sie in ihrer Satzung verankert. Es lohnt sich diese zu lesen.

Spenden sammeln Social Media- und Online Plattformen?

Was ist Social Media und Online Plattformen Heutzutage ist durch die sozialen Medien und Online Plattformen alles möglich! Sogar das Spenden sammeln. Ihr müsst längst nicht mehr von Tür zu Tür gehen mit einer Blechbüchse in der Hand und die Leute davon überzeugen euch einige Pennies zu überlassen. Heute könnt ihr bequem von zu Hause aus Online-Plattformen wie betterplace.org besuchen und euer Anliegen kundtun. Super wäre es natürlich, wenn ein Vereinsmitglied oder sogar ein Vorstandsmitglied sich intensiv mit Sozialen Medien oder Spenden sammeln befasst und auch auskennt. Hier einige hilfreiche Spendenplattformen:

Es gibt noch weitere Möglichkeiten Spenden über Online-Plattformen zu sammeln. Auf eine Weise die dem Spender auch etwas zurückgibt: Charity-Shopping. boost-project.com, Smoost,
Die Plattformen funktionieren so, dass ein prozentualer Teil des Erlös gespendet wird. Hierbei kann sich der Käufer für eine Organisation entscheiden, ohne dass dabei Extrakosten für ihn anfallen.

Was ist Fundraising?
Unter Fundraising versteht man die systematische Beschaffung von Ressourcen = Mittelbeschaffung (in der Regel von von gemeinnützigen Organisationen), für die Realisierung eurer gemeinnützigen Ziele oder Projekte, die nicht durch Mitgliedsbeiträge finanziert werden können. Übersetzt bedeutet das: Fund = Mittel, Kapital, to raise = etwas aufbringen, Fun = Spaß, Freude mit einem Hauch von Nervenkitzel. Jedenfalls so geht es mir, wenn ich Anträge stelle. Es geht um das Sammeln von benötigten Ressourcen wie Geld, Dienstleistungen oder Sachleistungen für einen bestimmten Zweck. Beim Fundraising ist es besonders wichtig, mögliche Geldgeber von seiner Idee und Institution zu überzeugen. Es hat nichts mit Betteln zu tun! Wenn man um Spenden oder Fördergelder bittet, tut man dies, weil man von der Sache überzeugt ist. Es geht darum eine Beziehung zu Spendern so aufzubauen, dass die Sache im Mittelpunkt steht. Die Begegnung mit Spendern ist immer eine Begegnung auf Augenhöhe. Man überlegt wie man die Förderaktion angeht. Um spätere Frustrationen zu vermeiden, ist es unbedingt notwendig eine Strategie auszuarbeiten.

Was brauch ich:

Finanzielle Unterstützung, Materielle Unterstützung oder Ideelle Unterstützung

Fundrasing ist das Sahnehäupchen bei der Vereinsarbeit

Es gibt beim Fundrasing eine Vielzahl von Bereichen der Mittelbeschaffung: Kampagnen, Zeitspenden, Sachspenden, Nachlassspenden, Großspender, Förderverein/ Förderkreis, Unternehmenskooperationen. Wir werden uns auf Fördermittel und Stiftungen konzentrieren. Eine Vielzahl von Vereinen sind nicht in der Lage besondere Projekte zu realisieren da sie den Etat übersteigen. Du begibst dich auf die Suche nach finanzieller Unterstützung. Du wirst zum „Fundraiser“. Die Menge an Spenden die es zu sammeln geht, sind keine Grenzen gesetzt! Bei Fundraising geht es allerdings nicht nur um reine Kapitalbeschaffung, sondern pauschal um das Sammeln von benötigten Ressourcen wie Geld, Dienstleistungen oder Sachleistungen für einen bestimmten Zweck. Bei zunehmend knappen Kassen wird es immer wichtiger, sich auch über alternative Formen der Mittelbeschaffung Gedanken zu machen. Beim Fundraising ist es besonders wichtig, mögliche Geldgeber von seiner Idee und Institution zu überzeugen. Dazu benötigt es einerseits einen fördernswerten Zweck wie z.B. ein inklusives Angebot, zum anderen aber auch ein starkes Konzept.

Dabei sind gute Planung und Vorbereitung die Basis für den Erfolg.

Was bedeutet Fundrasing für den Verein:

  1. Euer Verein arbeitet professioneller und gewinnt neue finanzielle Spielräume.
  2. Euer Verein steigert sein Image nach innen und nach außen und gewinnt neue Partnerorganisationen.
  3. Euer Verein stärkt sein ehrenamtliches Fundament.

Lasst uns nun mit unserer Projektarbeit starten


Was ist eigentlich ein Projekt?

Unter Projekt versteht man ein Vorhaben eines Vereins. Es hat einen Anfang und ein Ende. Ein Projekt sollte Ziele haben und etwas bewirken wollen. Ein Projekt ist gekennzeichnet von 3 Stufen:

1. Die Projektplanung/ Projektbeschreibung oder Projektskizze.
Es geht um das - Wer? Wie? Was? Wieso, Warum? – eines Projektes. All diese Fragen sollten in einer Projektskizze enthalten sein und von euch beantwortet werden. Z.B.: Wer sind wir und wo stehen wir und für was stehen wir? Wie sind wir aufgestellt, wie präsentieren wir uns nach innen uns Außen? Was wollen und brauchen wir, was können und bieten wir? Was unterscheidet uns von anderen? Wen wollen wir
und was können die? Wen kennen wir? Und zu unserem Projekt: Was ist das Ziel des Projektes und erfüllt es einen gemeinnützigen Zweck? Welchen Bedarf haben wir, welche Ziele leiten wir daraus ab, wie hoch ist der Finanzbedarf, welches Budget haben wir zur Verfügung, welche Alternativen gibt es zu Spenden, wie lange soll die Dauer des Projektes oder der Förderung sein. Eure Ziele, die ihr mit dem Projekt erreichen oder umsetzen wollt, solltest du darin definieren.
Ziele müssen messbar, spezifisch, akzeptiert, realistisch und terminiert sein. Sie sollten nicht zu hoch, sondern erreichbar bleiben. Ein Tipp: Wenn du mit der Planung fertig bist, lasst einem unbeteiligten Mal draufschauen, ob es für Außenstehende schlüssig ist.

2. Die Kosten.
Was kostet das Projekt. Liefert Zahlen! Und welche Kosten fallen für das Projekt in den einzelnen Rubriken und als Ganzes an. Welche Ausgaben hast du. Was fallen an Kosten wie z.B. Personalkosten, Hornorarkosten, Druckkosten, Werbekosten, Gebärdensprach-/Schriftdolmetscher Sach- und Materialkosten an. Welche Einnahmen stehen dem gegenüber: Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder, Spenden, Tombola usw.

3. Wie willst du (als Projektsteuerer) das finanzieren.
Du wirst zum „Fundraser“. Eigenmittel haben wir auch ein bisschen, Eigenleistungen können wir auch erbringen, aber es fehlen uns ja noch diverse Euros.

Du erstellst einen Finanzierungsplan:
Wie kann das Projekt finanziert werden? Benötige ich eine Vollfinanzierung die alle Kosten abdeckt? Benötige ich eine Festbetragsfinanzierung, wobei mein Verein selbst entscheiden kann wofür er das Geld einsetzen wird? Benötige ich eine Anteilsfinanzierung, wobei sich der Geldgeber entscheidet zu welchem Prozentsatz er sich beteiligen möchte? Oder brauche ich eine Fehlbedarfsfinanzierung, die Lücken in der Finanzierung durch Fördergelder auffüllt? Ferner ist die Art der Förderung entscheidend. Dauerhafte Förderung= langfristige und verlässliche Förderung, Projektförderung für ein bestimmtes zeitlich begrenztes Projekt, oder für Preise für ein besonderes Projekt. Recherchiere nach Finanzierungsmöglichkeiten. Nehme Kontakt zu möglichen Geldgebern auf. Verschaff dir einen Überblick wer mit wie viel Geld unterstützen könnte. Du musst dich schon mal 3 Stunden und mehr hinsetzen und bei GOOGLE und Co intensiv orgeln. „Ah, die haben das, da geht es weiter, was machen die und wer wird von denen unterstützt“. Dann solltest du mit denen telefonieren. Stelle dich dumm, lass dir alles erklären wie das bei denen mit der Förderung funktioniert, und ob dein Projekt in die Förderphilosophie hineinpasst. Du hast ja schließlich nicht Finanzmanagement studiert. Eine weitere Möglichkeit ist mit den Mitgliedern zu sprechen. Wer kennt einen der einen kennt der
Beziehungen zu Unternehmen hat, jemanden bei Förderern oder Kommunen, um den Weg dahin zu ebnen. Gebe ihnen Flyer und Info-Material eures Vereins mit. Du musst deinen Plan im Laufe des Prozesses immer wieder verändern und anpassen.

Grundvoraussetzungen (Institutionel Readiness)

Innerhalb eines Vereins sollte ausschließlich eine Person für die Beschaffung von Fördergeldern verantwortlich sein. Koordinierung in einer Hand! Ernennt jemanden zum „Fundraser“, der sich als einziger innerhalb des Vereins um Fördermittel bemüht und hierbei den Hut aufhat. Anträge aus mehreren Händen (Abteilungen) eines Vereins verunsichern etwaige Geldgeber. Wichtig für die Überzeugungsarbeit ist die aussagekräftige Web-Seite deines Vereins. Ein Außenstehender sollte erkennen können: wer sind die, was machen die, kann ich die ernst nehmen, sind sie verlässlich, sind die seriös? Es muss herauskommen das der Verein dieses Projekt gut und seriös umsetzen kann. Förderlich für die Außen-Darstellung eines Vereins stellt ein einheitliches Selbstbild/ Leitbild/ Profil/Mission des Vereins dar. Wofür steht der Verein. Welche Werte und Normen verfolgt der Verein mit seiner Tätigkeit. Das ist die DANA eures Vereins. Oder wollt ihr wie ein trojanisches Pferd auftreten und überrumpeln??Hierzu sollte man sich zusammensetzen und eruieren, wer man ist und was man will, und welche Ziele man mit seiner gemeinnützigen Arbeit verfolgt. Die Satzung allein ist nicht unbedingt aussagekräftig, um einen möglichen Geldgeber von eurer Arbeit zu überzeugen. Ein knackiger Slogan gibt die Essenz der Aufgaben des Vereins wieder, prägt sich ein und wird schnell mit dem Verein in Verbindung gebracht (Gleichheit, Solidarität und Vielfalt).
Ein gutes Tool ist der Golden Circle für WHY, HOW, WHAT. Das bedeutet: warum bzw. wozu macht ihr das, wie macht ihr das was ihr tut, und was ist euer Ergebnis. Die Antworten werden von vielen Geldgebern
erwartet. Arbeitet ihr z.B. Integrativ, inklusiv oder divers. Ist euer Verein besonders, hat er ein Alleinstellungsmerkmal was ihn von anderen Vereinen unterscheidet. Welche Mission steckt hinter eurem Profil? Wie ist der Verein in der Öffentlichkeit vertreten (lokale Zeitungen/ soziale Medien)?
Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto mehr werden sich vielleicht dazu aufgerufen fühlen zu helfen und spenden. Wiedererkennungswert und Identifizierung sind beides Eigenschaften, die den Menschen ein Gefühl von Sicherheit geben. Und wenn sie sich sicher fühlen, vertrauen sie euch ihr Geld an. Das macht es für andere (Sponsoring/ Förderer oder Unternehmen) klarer und attraktiver um zu sagen: „man sind die super, mit denen sollten wir was zusammen machen“. Ihr müsst euch von anderen abheben, rausstechen! Wir sind was Besonderes! Dann bleibt ihr oben auf dem Stapel der Förderanträge und werdet nicht beiseitegelegt.

Im Kopf um Geld bitten und was dazu gehört. Es ist einfacher als du denkst. Hast du einen Termin bei einem regionalen Geldgeber, so könntest du das Gespräch z.B. wie folgt beginnen: „Wir als gemeinnützige Akteure innerhalb unseres Vereins sind unterfinanziert! Weil das so ist bin ich bei euch und bitte um Kohle. Wir haben eine super Idee und ein tolles Projekt. Da wir ein Mitglieder basierter Verein sind reichen unsere Eigenmittel einfach nicht aus um dieses tolle Projekt zu stemmen“. Leute, Es ist kein Betteln oder Bitten, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe. Es geht um Überzeugungsarbeit. Beziehungsaufbau und anschließende Beziehungspflege.

Wie läuft das ab, wenn du eine Stiftung oder Förderung gefunden hast. Ich suche mir Förderer, die kleine niederschwellige Förderungen (Mikroförderungen) zwischen 5-10 000€ anbieten. Dies sind meist Projektförderungen oder Basisförderungen von Stiftungen oder kommunalen Trägern. Hier ist die Antragsstellung leichter. Im Internet klopfe ich ab, ob dies eine Förderstiftung ist und ob die da tätig sind wo unser Projekt realisiert werden kann. Während eines Telefonats erfahre ich, ob gerade diese Stiftung mir helfen kann. Zudem lernt man sich persönlich kennen. So kannst du die Erwartungen und auch die Chancen besser abschätzen.

Sollte diese Stiftung unser Projekt realisieren können, so schicke ich einen Förderantrag (gem. Vorgaben der Stiftung) auf den Weg. Der Antrag muss individuell auf die Stiftung verfasst sein! Der Antrag muss den Geschmack der Menschen treffen die über den Antrag entscheiden. Er sollte die richtigen Stichpunkte und Worte beinhalten und damit deren Werteebene zum Schwingen bringt.

Bei der Antragstellung hast du einiges zu beachten, denn die meisten Förderprogramme haben knallharte Bedingungen. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt oder Formfehler beim Ausfüllen des Antrags macht, wird rausgeworfen. Schreibe den Antrag so, wie die Welt sein wird, wenn der Antrag genehmigt wird. Vielfach wird bei Förderern eine Eigenbeteiligung am Projekt vorausgesetzt. Diese Eigenfinanzierung kann jeder Verein finanzieren wie er möchte, zum Beispiel durch Sponsorings, Mitgliedsbeiträge, Spenden oder durch persönliche Investitionen. In vielen Fällen darfst du das Projekt erst starten, wenn die Finanzzusage vorliegt!

Daher ist es unglaublich wichtig, dass du alle Richtlinien kennst (Förderrichtlinien). Das eingereichte Konzept sollte sich an das Förderkonzept orientieren und sollte so konkret und präzise wie möglich mit Begriffen aus den Förderrichtlinien formuliert sein. Es sollte herauszulesen ist, das der Antragsteller für das Projekt regelrecht brennt! Sollte ich von der Stiftung auf der ersten Seite ihres Schreibens eine Zusage erhalten haben, ist dies in der Regel mit vielen weiteren beigefügten Seiten, den Fördervereinbarungen, verbunden. Ich bin angehalten die vielen Seiten der Fördervereinbarung durchzulesen und diese vom Vorstand bestätigen zu lassen. In dieser Vereinbarung steht u.a. drin, wie ich die Auszahlung beantragen muss, die Laufzeit, Abschlussbericht, Endabrechnung und vieles mehr.

Nun sollte ich einen Unterprojektplan mit folgenden Inhalten erstellen.
Wann rufe ich die Mittel ab, wie gestaltet sich die Durchführung der Abrechnung (Mittelverwendungsnachweis nach deren Wünschen), sowie eine Abrechnungsliste/ Buchungsliste als Nachweis der verausgabten Mittel gem. Antrag führen. Sollte sich innerhalb der Laufzeit etwas am Inhalt der Fördervereinbarung oder gar an der Finanzierung geändert haben, so ist der Projektförderer darüber umgehend zu informieren. Transparente Kommunikation ist das A&O. Am Ende wird ein Sachbericht erstellt, in dem das
durchgeführte Projekt mit den erreichten Zielen aufgeführt wird. Es sollte eine Balance zwischen soll und ist herstellen, um dem Förderer gerecht zu werden. Artikel aus der Zeitung mit Nennung des Förderers sind immer gut.

Das Projekt ist beendet, was nun.

Hier gehst du nach der Fußballregel: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wurde das Projekt nach aller Zufriedenheit beendet und es hat dir Spaß gemacht, so spornt es eventuell an neue Ideen und neue Projekte an zu gehen und zu entwickeln. Wenn das nicht so gelaufen ist wie geplant – warum, woran lag es und wie kann ich es nächstes Mal besser machen.
Die Beziehungspflege zu Spendern ist der Schlüssel zum Erfolg. Das bedeutet auch, dass man sich für die erhaltene Förderung bedankt, und zwar bevor die Sonne untergeht, das bedeutet zeitnah und nicht erst nach Wochen! Dankesschreiben sind hierbei immer gut. Bleibe mit deinen Unterstützern in Kontakt, und pflege die Beziehung, auch wenn du von Ihnen nicht unbedingt Geld benötigt. Informiert sie intermittierend über eure Arbeit Du musst bei der Mittelbeschaffung mittelfristig und auch langfristig denken.

Tipp für die Zukunft in eurem Verein. Ernennt eine verantwortliche Person in eurem Verein für das Thema Fundraising (Fördermittelbeschaffung). Nehme an kostenfreien Schulungen über Fundrasing teil. Zu nennen sind hier u.a. das Bürgerkolleg oder das Haus des Stiftens. An den Vorträgen können alle teilnehmen, ungeachtet des Vereinssitzes! Um auf dem Laufenden zu bleiben solltest du Newsletter von Netzwerken und Geldgebern abonnieren.

Unter: https://sportfundraising.de/ findest du eine Podcastreihe rund um das Thema: Fundraising für Sportvereine. Hier erklären dir Fundraising-Profis, wie Fundraising bei Dir vor Ort eingesetzt werden kann.
Im Juli 2022 erschien eine Neuauflage des Buches: Fundraising-Coach: Systematisch und erfolgreich Spenden werben: Praxishandbuch für Vereine, Stiftungen, Verbände und Kirchengemeinden von Kai Dörfner vom Fundraising-Coach Verlag. Ein weiteres Printmedium ist das Fundrasing Magazin mit vielen Ideen, welches man im Abo erwerben kann.

Das Buch: Der Förderlotse stellt die wichtigsten Förderprogramme und Förderpreise in Deutschland in verschiedenen Bereichen dar.
Das Buch Vereinsmarketing stellt ein Werkzeugkasten dar, mit dem Vereine ihre Aussendarstellung verbessern. Mit vereins PR wird der Aufbau von Beziehungen zwischen dem Verein und den unterschiedlichen externen Zielgruppen verbessert.

Die Publikationsreihe „Stiftungen und Sport in Deutschland. Ein Wegweiser“ gibt dir als Förderungssuchenden einen besseren Überblick über die sportfördernden deutschen Stiftungen. Neben den Selbstportraits der sportfördernden Stiftungen in Deutschland findest du wichtige Hinweise auf die jeweiligen Förderschwerpunkte, Leitlinien, Fördervoraussetzungen und – Ausschlusskriterien sowie Praxis- und Projektbeispiele. Diese Broschüren gibt es für die verschiedenen Bundesländer und ist über die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung in Hannover zu beziehen.

Eine gute Web-Seite: https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/ mit Förderprogrammen und Fortbildungen.
Es lohnt sich allemal sich weiterbilden und schlau machen, um dann mittelfristig und langfristig immer professioneller zielgerichteter, immer erfolgsversprechender Fundrasing betreiben zu können.

Am Ende hast du eine „Schatzkiste“ zusammengestellt. Eine Datenbank (Excel Liste oder Karteikarten) voll mit Adressen von möglichen Geldgebern in eurem Einzugsgebiet.

Wenn du eine umfangreiche Unterstützung bei der Fördermittelbeantragung benötigt, kannst du dich auch an Fördermittelagenturen wenden, die auf eine individuelle Unterstützung spezialisiert sind. Diese helfen, ein für eure Bedingungen passendes Förderprogramm zu finden, die Antragsunterlagen fertig zu stellen und später ggf. Zwischenberichte, Verwendungsnachweise und so weiter zu verfassen.

Übrigens: Kreative Ideen und Nachfragen lohnen sich. Selbst wenn beispielsweise eine Kommune keine finanziellen Möglichkeiten hat, so kann sie den Verein eventuell mit Werkzeugen, Baumaterial und Handwerkern bei Umbauarbeiten
unterstützen. Und oft gibt es auch Vereinsmitglieder, die gerne bereit sind, zweckgebunden eigenes Geld zu spenden.

Weitere Ideen und Wege zum Erfolg

Kooperation Aktion Mensch und DOSB

Förderprogramm: „Viel vor: Gemeinsam aktiv für Inklusion“

Das Ziel ist es, dass möglichst viele Projekte bis zum 31. März bei der Aktion Mensch eingereicht werden. Vorausgesetzt der Bewilligung der Aktion Mensch wäre dann eine Projektlaufzeit ab Juni 2024 bis Ende 2024 möglich.

Im Rahmen der Kooperation eingereichte Projektanträge sollen vom Antragsteller im Titel mit „Koop. DOSB“ gekennzeichnet werden
Förderprogramm: „Viel vor: Gemeinsam aktiv für Inklusion“ 10 000 € ohne Eigenmittel Mikroförderung Barrierefreiheit 5 000€ ohne Eigenmittel


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Viele Förderungen sind äußerst attraktiv, aber oftmals zeitlich begrenzt. Hier solltest du nach der Devise gehen:
Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wir laden alle Vereine ein, sich aktiv an den vorgestellten Förderprojekten zu beteiligen und von den vielfältigen Möglichkeiten zu profitieren.
Gemeinsam können wir die Sportlandschaft bereichern und eine positive Wirkung auf unsere Gemeinschaft erzielen.

Bei Fragen oder Interesse an einer Teilnahme stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.