EKD-Statistik
Christen in Deutschland 2008
"Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen ..." (5. Mose 13, 5)
Ende 2008 sind in Deutschland etwa zwei Drittel der Bevölkerung Christen. 24,5 Millionen Menschen gehören der evangelischen Kirche an. Im Bereich der alten und der neuen Bundesländer ist die kirchliche Bindung sehr unterschiedlich:
In der DDR führte besonders in den Anfangsjahren politischer Druck zu Kirchenaustritten, die danach durch Taufunterlassungen eine weitere Abnahme der Kirchenmitgliedschaft zur Folge hatten. In Westdeutschland kam es aus Anlass zusätzlicher steuerlicher Belastungen immer wieder zu verstärkten Kirchenaustritten. Auch der Zuzug nichtchristlicher Ausländer wirkte sich auf den Anteil der Mitglieder christlicher Kirchen an der Bevölkerung aus. Heute sind in Westdeutschland 72 Prozent der Wohnbevölkerung Mitglied einer christlichen Kirche. In Ostdeutschland sind es nur noch 25 Prozent. Im gesamtdeutschen Durchschnitt ergibt das 63 Prozent.
Volkskirchliche Strukturen haben sich trotz der unterschiedlichen Entwicklung bis heute überall erhalten: Kinder christlicher Eltern werden in der Regel weiterhin durch die Taufe im ersten Lebensjahr in die Kirche "hineingeboren". Insbesondere die Mitwirkung im Bildungs- und Erziehungswesen sowie im kulturellen und sozialen Bereich dokumentiert die öffentliche Bedeutung der Kirchen. Das Leitbild der christlichen Sozialethik ist nach wie vor für die Gesellschaft bedeutsam.
| Bevölkerung insgesamt |
82.002.356 |
|
| darunter | Christen |
51.504.422 |
| Anteil der Christen an der Bevölkerung |
62,8 % | |
| Evangelische Kirche in Deutschland |
24.514.929 | |
| davon | Westliche Gliedkirchen |
21.364.507 |
| Östliche Gliedkirchen |
3.150.422 |
|
| Evangelische Freikirchen |
323.202 |
|
| Römisch-katholische Kirche |
25.176.517 |
|
| Orthodoxe Kirchen |
1.456.500 |
|
| Andere christliche Kirchen |
33.274 | |
"Christen in Deutschland" als PDF (157 KB)
