Udo Kier

Udo Kier (* 14. Oktober 1944 in Köln als Udo Kierspe; † 23. November 2025 in Rancho Mirage, Kalifornien) war ein deutscher Schauspieler. Er wirkte ab den 1960er-Jahren in rund 275 Film- und Fernsehproduktionen sowie Videospielen und Musikvideos mit. Kier war einer der wenigen deutschen Schauspieler, die regelmäßig in Hollywood drehten, und er war besonders auf skurrile Nebenrollen an der Seite großer Stars spezialisiert. Daneben arbeitete er im Independent- und Arthouse-Bereich mit Regisseuren wie Andy Warhol, Lars von Trier, Rainer Werner Fassbinder, Paul Morrissey, Werner Herzog, Christoph Schlingensief und Gus van Sant.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jugend
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kier wurde 1944 als nichtehelicher Sohn einer Schneiderin in Köln-Lindenthal geboren.[1][2] Wenige Stunden nach seiner Geburt wurden er und seine Mutter bei einem Bombenangriff im Krankenhaus verschüttet, die Mutter konnte jedoch sich und den Neugeborenen befreien. Kier wuchs in Köln-Mülheim auf. Seinen Vater hat er nie kennengelernt.[3]
Kier war als Heranwachsender Messdiener und Chorsänger in einer Kirchengemeinde. Er verkleidete sich gern und imitierte beispielsweise Caterina Valente. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann in einer Kalker Werkzeuggroßhandlung,[4] später arbeitete er bei Ford in Niehl am Fließband.[5] Bald erkannte er, dass er mit seinem Aussehen mit zarten, mädchenhaften Zügen, auffallend blaugrünen Augen und braunen Locken Geld verdienen konnte. So arbeitete er zeitweise als Mannequin in der Modebranche.[6] Als 16-Jähriger begegnete er in einer Kölner Kneipe Rainer Werner Fassbinder, mit dem er später mehrere Filme drehte.[7]
In Cannes lernte er Jean Marais und Arndt von Bohlen und Halbach kennen. Mit 19 Jahren ging er nach London und schlug sich dort als Kellner durch. Abends besuchte er die Schauspielschule und lernte unter anderem den Regisseur Luchino Visconti und den Schauspieler Helmut Berger kennen.
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1964 reiste Kier nach Rom, wo er eine schillernde Illustriertenberühmtheit wurde. 1966 erhielt er mit 21 Jahren eine kleine Nebenrolle in Torn Curtain unter der Regie von Alfred Hitchcock. Zurück in England spielte er mit 23 Jahren erstmals in einer größeren Rolle. Später nahm er aus Neugier in München an einem Schauspielkurs des Method Actings nach Lee Strasberg[8] teil, verfügte jedoch seinen Angaben zufolge über keine formale Schauspielausbildung. Im Laufe der Zeit und mit größeren Rollen in Film und Fernsehen entwickelte er sich – durch seinen Mut zu Rollen jenseits des Üblichen – zum Typ des „neugierigen Streuners durch viele schräge Welten“. 1973 und 1974 brachte er es durch seine Mitwirkung an Paul Morrisseys Filmen Frankenstein und Dracula, die unter Andy Warhols Namen vermarktet wurden, zu einiger Berühmtheit.[9]
Seinen Hauptwohnsitz behielt Kier bis Anfang der 1990er-Jahre in Köln, wo er gemeinsam mit dem Maler Michael Buthe und dem Videokünstler Marcel Odenbach in einer Künstlerkolonie lebte. In den 1980er-Jahren nahm er eine Schallplatte mit dem Titel Der Adler auf, die später in seinem ersten Hollywood-Film, My Private Idaho (1991), zu hören war, und reiste mit einem Rock-Pop-Programm nach Moskau.
1988 spielte er unter der Regie von Christoph Schlingensief in Mutters Maske neben Helge Schneider und Charly Weiss. Der Film ist eine surrealistisch anmutende Neuverfilmung von Opfergang von Veit Harlan. Kier spielte noch in weiteren Schlingensief-Filmen mit, 1986 in Egomania – Insel ohne Hoffnung an der Seite von Tilda Swinton, 1989 in 100 Jahre Adolf Hitler, 1990 in Das deutsche Kettensägenmassaker, 1992 in Terror 2000, 1992 in Udo Kier – Tod eines Weltstars (in dem er sich selbst spielt), 1996 in United Trash und 1997 in Die 120 Tage von Bottrop. Kier trat gelegentlich auch im Theater auf, etwa an der Seite von Hans Falár in Das kurze Leben der Schneewolken am Bonner Schauspielhaus und mit Christine Kaufmann für ein Tourneetheater in Salome. Im europäischen Ausland übernahm er Rollen in Kino- und Fernsehfilmen.
1991 ging Kier nach Hollywood und spielte in dem Film My Private Idaho von Gus Van Sant einen exzentrischen schwulen Freier. Durch seinen Auftritt als dekadenter Flaneur in zwei Popvideos und dem Skandalbuch SEX der Sängerin Madonna wurden Filmagenturen auf ihn aufmerksam.[10] Er bekam nun zahlreiche Film- und Fernsehrollen in den USA und drehte zudem Werbespots.
So wirkte er 1993 in Josh and S.A.M., 1995 in Vernetzt – Johnny Mnemonic und 1998 in Michael Bays Armageddon mit. Er war in der Science-Fiction-Serie seaQuest DSV von Steven Spielberg und in den Kinofilmen Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Die Legende von Pinocchio, Die neuen Abenteuer des Pinocchio und Shadow of the Vampire zu sehen. Durch die Rolle des Schurken Yuri in dem PC-Videospiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 und dem Add-on Yuris Rache sowie seinem Auftritt im Computerspiel OD des Videospielentwicklers Hideo Kojima[11] wurde er in der Gamer-Szene bekannt.
In der Comic-Verfilmung Blade (1998) stellt Kier den Vorsitzenden einer geheimen Vampirgesellschaft dar. Er arbeitete in Hollywood an der Seite von Nicole Kidman, Michael J. Fox, Keanu Reeves, River Phoenix, Wesley Snipes, Bruce Willis, Dolph Lundgren, John Malkovich, Matt Damon, Jim Carrey, Martin Landau, Christoph Waltz und Arnold Schwarzenegger.

Auch in Europa trat er weiterhin in Erscheinung, insbesondere in Filmen von Lars von Trier, so in Epidemic, Medea, Europa, Breaking the Waves, Dancer in the Dark, Dogville, Manderlay, Melancholia und Nymphomaniac. Auch in deutschen Filmen tauchte er gelegentlich auf, beispielsweise als Killer in einer Folge der Krimiserie Rosa Roth oder als schwuler Terrorist und Modedesigner in Hans-Christoph Blumenbergs Rotwang muß weg! (1993). In der dänischen Fernsehserie Hospital der Geister von 1994 schlüpft Kier während einer bluttriefenden Geburtsszene als dämonisches Baby aus der Vagina einer vor Schmerzen schreienden Frau.[12] 2022 war er auch an der dritten Staffel der Serie beteiligt.
2004 wirkte Kier in dem deutschen Film Jargo mit. Von 2005 bis 2007 war er in der Kinder-Mysteryserie 4 gegen Z als finsterer Magier Zanrelot zu sehen, der die Herrschaft über Lübeck an sich reißen will. Darin spielte er unter anderem mit Carolyn McGregor. 2008 wurde die PC-Spiel-Umsetzung von Far Cry gedreht. In dem von Uwe Boll produzierten Werk war Kier der Bösewicht Dr. Krieger als Gegenpart des von Til Schweiger gespielten Jack Carver. 2011 übernahm er die Hauptrolle in dem kanadischen Drama-Thriller Keyhole, den er mit seiner Filmpartnerin Isabella Rossellini bei South by Southwest vorstellte.[13]
Im Jahr 2000 spielte er in dem Musikvideo Make Me Bad der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Korn neben Brigitte Nielsen einen bösen Wissenschaftler. Für die Dokumentation Arteholic (Regie: Hermann Vaske), der auf dem Filmfest München uraufgeführt wurde, erhielt Kier den CineMerit Award 2014.[14] Er war außerdem in Installationen und Videoclips der Band U2 im Rahmen ihrer Zoo-TV-Tour (1992–1993) zu sehen.
2008 kaufte Kier ein ehemaliges Schulgebäude im thüringischen Gehren, das er bei den Dreharbeiten zu Lulu & Jimi entdeckt hatte.[15] In der Nazi-Parodie Iron Sky (2012) sowie der Fortsetzung Iron Sky: The Coming Race (2019) verkörperte er den „Mondführer“ Wolfgang Kortzfleisch. Herausragende Kritiken erhielt Kier für seine Hauptrolle in dem Independentfilm Swan Song von Todd Stephens aus dem Jahr 2021.[16]
Kier war bis zuletzt schauspielerisch tätig; seine letzte Rolle hatte er in dem brasilianischen Drama The Secret Agent von Kleber Mendonça Filho, in dem er einen nach Brasilien geflohenen Juden spielt.[17] Kiers Schaffen für Film und Fernsehen umfasst 275 Produktionen sowie Videospiele und Musikvideos.[18]
Privates
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1991 lebte Kier in einem Haus in Palm Springs, Kalifornien.[19] 2012 erwarb er außerdem eine Ranch im Yucca Valley, etwa 25 Autominuten von seinem Hauptwohnsitz entfernt.[20] Er äußerte sich selten zu seinem Privatleben, sprach aber 2022 in einem Interview mit der Zeitschrift GQ über seine Homosexualität und erwähnte, dass er seit mehr als 20 Jahren in einer festen Beziehung lebe.[5][21]
Ende Juni 2020 wurde Kier Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.[22]
Udo Kier starb im November 2025 im Alter von 81 Jahren im Eisenhower Medical Center in Rancho Mirage.[23][24][25]
Filmografie (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1966: Road to St. Tropez
- 1968: Schamlos
- 1969: Hexen bis aufs Blut gequält
- 1972: Top Secret (The Salzburg Connection)
- 1973: Cagliostro (Fernseh-Mehrteiler)
- 1973: Andy Warhols Frankenstein (Flesh for Frankenstein)
- 1973: Sonderdezernat K1 – Kassensturz nach Mitternacht
- 1974: Andy Warhols Dracula (Dracula cerca sangue di vergine … e morì di sete!!!)
- 1975: Die Geschichte der O (Histoire d’O)
- 1976: Spermula
- 1977: Bolwieser
- 1977: Suspiria
- 1979: Die dritte Generation
- 1979: Ungarische Rhapsodie (Magyar rapszódia)
- 1980: Lulu
- 1980: Lili Marleen
- 1980: Narziss und Psyche (Nárcisz és Psyché)
- 1981: Lola
- 1983: Die Insel der blutigen Plantage
- 1983: Die wilden Fünfziger
- 1984: Gespenstergeschichten: Im Schatten des Zweifels (Fernsehfilm)
- 1984: Moskau in New York (Moscow on the Hudson)
- 1985: Verführung: Die grausame Frau
- 1985: Die Einsteiger
- 1986: Die Schlacht der Idioten
- 1986: Egomania – Insel ohne Hoffnung
- 1986: Am nächsten Morgen kehrte der Minister nicht an seinen Arbeitsplatz zurück
- 1986: Kir Royal (Fernsehserie, Folge Adieu Claire)
- 1987: Epidemic
- 1988: Mutters Maske
- 1988: Medea
- 1989: 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker
- 1990: Europa
- 1990: Das deutsche Kettensägenmassaker
- 1991: My Private Idaho (My Own Private Idaho)
- 1992: Terror 2000 – Intensivstation Deutschland
- 1993: Even Cowgirls Get the Blues
- 1993: Plötzlich und unerwartet – eine Déjà-Revue
- 1993: Ein Concierge zum Verlieben (For Love or Money)
- 1993: seaQuest DSV (Fernsehserie, Folge 1x08 Tödliche Gene)
- 1993: Josh and S.A.M.
- 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective)
- 1994, 1997, 2022: Hospital der Geister (Riget, Miniserie, 13 Folgen)
- 1995: Vernetzt – Johnny Mnemonic (Johnny Mnemonic)
- 1995: Nur über meine Leiche
- 1995: Die Gebrüder Skladanowsky
- 1996: Duke of Groove (Kurzfilm)
- 1996: Tatort – Das Mädchen mit der Puppe
- 1996: Barb Wire
- 1996: Die Legende von Pinocchio (The Adventures of Pinocchio)
- 1996: United Trash
- 1996: Breaking the Waves
- 1997: Am Ende der Gewalt (The End of Violence)
- 1997: Die 120 Tage von Bottrop
- 1997: Prinz Eisenherz (Prince Valiant)
- 1998: Revenant – Sie kommen in der Nacht (Modern Vampires, Fernsehfilm)
- 1998: Eis – Wenn die Welt erfriert (Ice, Fernsehfilm)
- 1998: There’s no Fish Food in Heaven
- 1998: Blade
- 1998: Armageddon – Das jüngste Gericht (Armageddon)
- 1999: Final Speed – Stoppt den Todeszug! (Final Run)
- 1999: Die neuen Abenteuer des Pinocchio (The New Adventures of Pinocchio)
- 1999: Unter den Palmen
- 1999: Die Diebin
- 1999: End of Days – Nacht ohne Morgen (End of Days)
- 2000: Doomsdayer
- 2000: Shadow of the Vampire
- 2000: Dancer in the Dark
- 2000: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 (Computerspiel)
- 2001: Critical Mass – Wettlauf mit der Zeit (Critical Mass)
- 2001: Invincible – Unbesiegbar (Invincible)
- 2001: Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 – Yuris Rache (Computerspielerweiterung)
- 2001: Die Männer Ihrer Majestät (All the Queen’s Men)
- 2001: Auf Herz und Nieren
- 2001: Revelation – Die Offenbarung (Revelation)
- 2001: Megiddo – Das Ende der Welt
- 2001: Die Gottesanbeterin
- 2002: FearDotCom
- 2002: Pigs Will Fly
- 2003: Dogville
- 2003: Tor zum Himmel (Gate to Heaven)
- 2004: Wie überleben wir Weihnachten? (Surviving Christmas)
- 2004: Modigliani
- 2004: Dracula 3000
- 2004: Evil Eyes
- 2004: One Point Zero – Du bist programmiert (One Point 0, auch Paranoia 1.0)
- 2004: 30 Days Until I’m Famous – In 30 Tagen berühmt (30 Days Until I’m Famous, Fernsehfilm)
- 2004: Jargo
- 2005: BloodRayne
- 2005: Manderlay
- 2005: Headspace
- 2005: Masters of Horror – Cigarette Burns
- 2006: Holly
- 2005–2007: 4 gegen Z (Fernsehserie, 41 Folgen)
- 2006: Kreuzzug in Jeans (Kruistocht in spijkerbroek)
- 2006: Pray for Morning
- 2006: Polizeiruf 110 – Mit anderen Augen
- 2007: Fall Down Dead
- 2007: Pars: Operation Cherry (Pars: Kiraz operasyonu)
- 2007: Grindhouse
- 2007: The Mother of Tears (La terza madre)
- 2007: Tell
- 2007: Children of Wax
- 2007: Halloween
- 2008: Far Cry
- 2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
- 2009: Lulu & Jimi
- 2009: Tatort – Platt gemacht
- 2009: House of Boys
- 2009: Ein fürsorglicher Sohn (My Son, My Son, What Have Ye Done)
- 2009: Soul Kitchen
- 2010: Chuck (Fernsehserie, eine Folge)
- 2010: Long Live the People of the Revolution
- 2010–2013: Mission Scooby-Doo (Scooby-Doo Mystery Incorporated, Fernsehserie, 17 Folgen)
- 2010: Das Leben ist zu lang
- 2011: Graf Karpatovicz und das Blonde Gift (Kurzfilm)
- 2011: Der Himmel hat vier Ecken
- 2011: Melancholia
- 2011: Borgia (Fernsehserie, 3 Folgen)
- 2011: The Theatre Bizarre
- 2012: 10 PM Lincoln Boulevard
- 2012: Iron Sky
- 2012: UFO in Her Eyes
- 2012: Night of the Templar
- 2012: The Lords of Salem
- 2013: Heather’s Dream (Kurzfilm)
- 2013: Nymphomaniac
- 2013: The Editor
- 2014: Arteholic (Dokumentarfilm)[26]
- 2014: Beethoven und der Piratenschatz (Beethoven’s Treasure)
- 2014: Ghost Horror Hotel
- 2015: Altes Geld (Fernsehserie, 8 Folgen)
- 2015: Coconut Hero
- 2015: Zero
- 2015: Mark of the Devil: Mark of the Times (Dokumentation)
- 2016: Brother (Broer)
- 2016: Courier X
- 2017: Brawl in Cell Block 99
- 2017: Downsizing
- 2018: Don’t Worry, weglaufen geht nicht (Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot)
- 2018: Meine Tochter – Figlia Mia (Figlia mia)
- 2018: The Mountain
- 2018: Dragged Across Concrete
- 2018: Puppet Master: Das tödlichste Reich (Puppet Master: The Littlest Reich)
- 2018: American Animals
- 2019: Iron Sky: The Coming Race
- 2019: M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2019: Holy Beasts
- 2019: Bacurau
- 2019: The Painted Bird
- 2019: American Exit
- 2019: The Barefoot Emperor
- 2019: Skin Walker
- 2020: Last Moment of Clarity
- 2021: Swan Song
- 2022: A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe
- 2023: Hunters (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2025: Bad Painter
- 2025: By Design
- 2025: The Secret Agent (O Agente Secreto)
Synchronrollen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Udo Kier war zudem auch als Synchronsprecher tätig und sprach sich in der deutschen Fassung folgender Filme selbst:[27]
- 1996: Barb Wire
- 1996: Die Legende von Pinocchio (The Adventures of Pinocchio)
- 1997: Am Ende der Gewalt (The End of Violence)
- 1999: Die neuen Abenteuer des Pinocchio (The New Adventures of Pinocchio)
- 2004: One Point Zero – Du bist programmiert (One Point 0, auch: Paranoia 1.0)
- 2004: Wie überleben wir Weihnachten? (Surviving Christmas)
- 2006: Kreuzzug in Jeans (Kruistocht in spijkerbroek)
- 2008: Far Cry
- 2009: Ein fürsorglicher Sohn (My Son, My Son, What Have Ye Done)
- 2009: House of Boys
- 2011: Melancholia
- 2012: Iron Sky
- 2017: Hitlers Hollywood (Dokumentarfilm)
- 2017: Brawl in Cell Block 99
- 2017: Downsizing
- 2019: Iron Sky: The Coming Race
Musikvideos
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1989: Edwyn Collins – 50 Shades Of Blue
- 1992: Madonna – Erotica
- 1992: Madonna – Deeper and Deeper
- 1999: Rauhfaser – Die Schöne und das Biest
- 2000: Korn – Make Me Bad
- 2001: Eve ft. Gwen Stefani – Let Me Blow Ya Mind
- 2001: RMB – Deep Down Below
- 2015: Get Well Soon – It’s Love[28]
Dokumentationen, Porträts, Ausstellungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2012: Ich – Udo … starring Udo Kier, Dokumentation, 43 Min.[29]
- 2022: Interview mit Udo Kier. ARTE FRANCE CINEMA, Frankreich, 53 Min.
- 2024: Der wunderbare Udo Kier. Regie: Jobst Knigge, WDR, Deutschland, 53 Min.
- 2024: Udo Is Love. Zeit ist die Sünde – Eine Reise in das unfassbare Leben des Udo Kier;[30] Ausstellung des Kölnischen Kunstvereins als Hommage zum 80. Geburtstag[31]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2022: Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Swan Song)[32]
- 2024: International Actors Award
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen · Georg Müller Verlag GmbH, München · Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 493.
- Udo Kier: Footprints (Bildband in limitierter Auflage von 600 Exemplaren), Köln und New York 1991
- Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 379 f.
- Gerd J. Pohl: Ostheim. Essay über Kier und Michael Buthe und das Leben in der Künstlerkolonie Köln-Ostheim. Lantershofen und Bergisch Gladbach 2006
- Hans-Christian Dany, Valérie Knoll: Udo Is Love. Zeit ist die Sünde – Eine Reise in das unfassbare Leben des Udo Kier; Text zur gleichnamigen Ausstellung im Kölnischen Kunstverein, 2024
- Thomas Abeltshauser: Der Grenzgänger. in: epd Film 1/26 (2026): S. 17
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Udo Kier bei IMDb
- Udo Kier bei filmportal.de
- Website von Udo Kier ( vom 23. August 2024 im Internet Archive)
- Udo Kier bei prisma
- Interview mit Udo Kier ( vom 30. September 2007 im Internet Archive) von Dietrich Kuhlbrodt
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hans-Christian Dany, Valérie Knoll: Einzelausstellung – Kölnischer Kunstverein. 2024, abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Holger Kreitling, Britta Stuff: Unser Mann in Hollywood oder Der berühmteste Nebendarsteller der Welt. Welt am Sonntag, 20. Februar 2011, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Andreas Scheiner: Udo Kier: „Mich hat es lange gestört, in Filmen einen Nazi zu spielen. Aber jetzt war ich schon fünf- oder sechsmal Adolf Hitler“. Neue Zürcher Zeitung, 8. August 2022, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Kölner Stadt-Anzeiger Kultur & Medien vom 24. November 2025: Zum Tod von Udo Kier. Der Kultstar, der wie eine kölsche Venus aus den Trümmern stieg, von Christian Bos, abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ a b Ulf Pape: Udo Kier im GQ Interview: „Das muss ich nicht spielen. Das bin ich.“ gq-magazin.de, 2. Mai 2022, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Michael Hausenblas: „Bereuen? Das wäre ja dumm“: Schauspieler Udo Kier vor der Linse. derstandard.at, 30. April 2015, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Ann-Catherin Karg: Udo Kier über seine wilde Zeit mit Fassbinder. tz.de, 3. Juli 2012, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Markus Keuschnigg: „Das ist kein Konzept. So bin ich.“ 5. Oktober 2014, abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Daniela Janser: Indoor: Grausam sexy – eine Hommage zum 69. Geburtstag von Udo Kier. xenix.ch, Juli 2013, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Stefan Stosch: „Ich hatte ein gutes Leben“. Interview mit Kinolegende Udo Kier. rnd.de, 19. Mai 2023, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Der wunderbare Udo Kier. Dokumentarfilm, 2024, 52 Min. Regie: Jobst Knigge. Eine Produktion von Broadview TV im Auftrag des WDR Fernsehen in Zusammenarbeit mit Arte.
- ↑ Der wunderbare Udo Kier. Dokumentarfilm, 2024, 52 Min. Regie: Jobst Knigge. Eine Produktion von Broadview TV, Köln im Auftrag des WDR Fernsehen in Zusammenarbeit mit Arte.
- ↑ Samuel Zimmerman: SXSW Feature Lineup announced! fangoria.com, 1. Februar 2012, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Mai 2012; abgerufen am 16. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ 30.06.14 – Udo Kier erhält den CineMerit Award 2014. ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) In: filmfest-muenchen.de, abgerufen am 11. Juni 2014.
- ↑ Markus Mähler: Warten Steine oder Rosen? Freies Wort, 12. Februar 2008, abgerufen am 28. Mai 2013.
- ↑ Udo Kier: Soars In Swan Song. In: FilmInk. 16. Dezember 2021, abgerufen am 6. Januar 2022 (australisches Englisch).
- ↑ Lukas Gedziorowski: Zum Tod von Udo Kier: Der ewige Nebendarsteller. In: Deutschlandfunk Kultur. 24. November 2025, abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ https://www.ksta.de/kultur-medien/zum-tod-von-udo-kier-der-kultstar-der-wie-eine-koelsche-venus-aus-den-truemmern-stieg-1156495.
- ↑ Valerie Präkelt: Krawatten in der Wüste: So wohnt Schauspieler Udo Kier in Palm Springs. 16. Februar 2020, abgerufen am 10. Mai 2022 (deutsch).
- ↑ Udo Kier hat sich in den USA eine Ranch gekauft, in: Die Welt, 3. Juli 2012.
- ↑ Brian Bromberger: Udo Kier on his 50-year career and 'Swan Song'. ebar.com, 3. August 2021, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Academy Invites 819 To Membership. oscars.org, 30. Juni 2020, abgerufen am 16. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Mike Barnes: Udo Kier, German Actor in ‘My Own Private Idaho’ and Lots of Lars von Trier Films, Dies at 81. In: The Hollywood Reporter. 24. November 2025, abgerufen am 24. November 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Udo Kier mit 81 Jahren gestorben – Filmlegende stammt aus Köln. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger, 24. November 2025, abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Bert Rebhandl: Seine Aura war überlebensgroß. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. November 2025, abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Arteholic. camino-film.com, 16. Oktober 2014, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Deutsche Synchronkartei | Darsteller | Udo Kier. Abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ GET WELL SOON: Get Well Soon – It's Love – official video starring Udo Kier auf YouTube, 4. November 2015, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Jeremy JP Fekete: ICH – UDO (ME UDO) starring Udo Kier auf YouTube, 3. Februar 2012, abgerufen am 16. Dezember 2023.
- ↑ Einzelausstellung – Kölnischer Kunstverein. Abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Peter Scharf: Diese Augen! In: daserste.de. 13. Oktober 2023, abgerufen am 20. März 2025.
- ↑ Ryan Lattanzio: 2022 Spirit Awards Nominations: A24 Leads with 13, Four Women in for Best Director (Full List). indiewire.com, 14. Dezember 2021, abgerufen am 16. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Udo Kier: „I’m a lucky man“. 17. November 2024, abgerufen am 18. November 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kier, Udo |
| ALTERNATIVNAMEN | Kierspe, Udo (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 14. Oktober 1944 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 23. November 2025 |
| STERBEORT | Palm Springs, Kalifornien |