Schatulle
Die Schatulle (von italienisch scatola, Schachtel oder Dose, Kästchen mit Deckel[1][2]) ist ein kleiner, oft kunstvoll verzierter Kasten zur Aufbewahrung für Geld oder Wertsachen.
Eine Schatulle kann aus Holz (z. B. Römhilder Kästchen), Leder, Stein (Schmuckstein), Elfenbein oder auch Metall gearbeitet sein. Im Mittelalter war auch ein Minnekästchen zum Minnedienst als Schatulle gestaltet.[3] In moderner Abwandlung der historischen Funktion gab es auch Zigaretten-Schatullen.[4]
Als Schatulle wurden früher auch blecherne Kapseln zum Verschicken von Akten bezeichnet.[5] Ganz ähnlich wie eine Schatulle gestaltet und konstruiert sein können auch kleine Truhen, Zunftladen, Geldkassetten oder Reliquienkästchen.
Im übertragenen Sinne bezeichnete Schatulle auch die Privatkasse oder Hausschatz eines Regenten;[1] davon leiten sich die Schatullengüter ab, die der Regent privat erwarb und nutzte.[5]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schatulle, im Deutschen Rechtswörterbuch (DRW, drw.hadw-bw.de)
- Schatulle, auf bawue.museum-digital.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Schatulle. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (dwds.de). 1974, abgerufen am 7. Februar 2026.
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Schachtel, Schatulle. In: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (dwds.de). Abgerufen am 7. Februar 2026.
- ↑ Johann Werfring: Eine Minnegabe für die Liebste - Wiener Museumsstücke - Wiener Zeitung Online. In: tagblatt-wienerzeitung.at. 1. Oktober 2005, abgerufen am 7. März 2024.
- ↑ Werbung: Zigaretten-Schatulle mit Ansicht der Saline. In: bawue.museum-digital.de. museum-digital Deutschland e.V., c/o Museumsverband des Landes Brandenburg e. V., abgerufen am 7. Februar 2026.
- ↑ a b Schatulle. In: Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 100. (Digitalisat auf zeno.org, abgerufen am 7. Februar 2026)