Mitla-Pass
| Mitla-Pass | |||
|---|---|---|---|
| Himmelsrichtung | Westen | Osten | |
| Passhöhe |
620 m | ||
| Region | Ägypten | ||
| Wasserscheide | Suezkanal | Wadi al-Arisch | |
| Talorte | Sues | Nekhelo | |
| Ausbau | autobahnähnlich | ||
| Karte (Ägypten) | |||
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| Koordinaten | 30° 2′ 58″ N, 33° 1′ 17″ O | ||
Der Mitla-Pass (arabisch ممر متلة, DMG Mamarr Mitla; hebräisch מיתלה) ist eine 32 km lange Passstraße auf der Sinai-Halbinsel, der bei der Suezkrise und im Sechstagekrieg eine militärische Rolle spielte.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die namensgebende Mitla-Passhöhe liegt auf der Westseite der Strecke, rund 30 Kilometer östlich der Südeinfahrt des Suezkanals. Rund 4 km vom östlichen Streckenbeginn entfernt liegt die Al-Khitan-Passhöhe, die höher als die westliche liegt. Sie ist Teil der Wasserscheide zwischen dem großen Wadi El-Arish-Becken, das ins Mittelmeer entwässert und dem Wadi al Hajj, der nach Westen zum Suezkanal fließt.
Die einfache zweispurige Passstraße wurde ab den 2010er Jahren erheblich begradigt und mit getrennten Richtungsfahrbahnen teilweise sechsspurig ausgebaut.
Mitla-Zwischenfall
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während der Suezkrise kämpfte sich die israelische 202. Fallschirmjäger-Brigade unter Ariel Sharon zum Pass durch, nachdem das 890. Fallschirmjäger-Bataillon zuvor nach einer Luftlandung den Ostausgang des strategisch wichtigen Mitla-Passes gesichert hatte. Scharon bat die militärische Führung mehrmals erfolglos darum, den Pass angreifen zu dürfen, erhielt aber nur Erlaubnis, ihn aufzuklären, um ihn, falls er unbesetzt sein sollte, später einzunehmen. In großzügiger Auslegung seiner Anweisungen schickte Scharon einen für reine Aufklärungszwecke sehr starken Spähtrupp, der in der Passmitte in schweres Feuer geriet und feststeckte. Scharon schickte daraufhin auch den Rest seiner Brigade zur Unterstützung. In dem sich nun entwickelnden Gefecht konnten die Israelis den Pass zwar erobern, jedoch kamen dabei 38 israelische Soldaten ums Leben.

