La Chapelle-Montmoreau
| La Chapelle-Montmoreau La Chapela de Mont Maurelh | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Dordogne (24) | |
| Arrondissement | Nontron | |
| Kanton | Brantôme en Périgord | |
| Gemeindeverband | Dronne et Belle | |
| Koordinaten | 45° 27′ N, 0° 39′ O | |
| Höhe | 150–226 m | |
| Fläche | 8,09 km² | |
| Einwohner | 75 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 9 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 24300 | |
| INSEE-Code | 24111 | |
Kapelle im Ortskern von La Chapelle-Montmoreau | ||
La Chapelle-Montmoreau (Aussprache [la ʃaˈpɛl mɔ̃mɔˈʁo], okzitanisch La Chapela de Mont Maurelh) ist eine französische Gemeinde mit 75 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Norden des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Dronne et Belle. Die Einwohner werden Chapellois und Chapelloises genannt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]La Chapelle-Montmoreau liegt etwa neun Kilometer südsüdwestlich von Nontron und etwa 30 Kilometer nordnordwestlich von Périgueux in der Région naturelle des Ribéracois, im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert.
Die Gemeinde wird von folgenden fünf Nachbargemeinden umgeben:
| Saint-Front-sur-Nizonne | Sceau-Saint-Angel | |
| Quinsac | ||
| Brantôme en Périgord | Saint-Pancrace |
Die Gemeinde besteht neben dem Ortskern aus folgenden Weilern, Gehöften, einer ehemaligen Mühle, einem Schloss, einem Herrenhaus und einem Lieu-dit:
Château de Lannet, Chaumon (Ruine), Chez Picayne, Domaine de Montmoreau, Filoine, Fruchaudière, Jourdonnière, La Pépie, Lamond, Le Grand Clos, Maison Neuve, Moulin de Bernillou (Ruinen), Parelière, Pradarier, Puysec und Sainte Marie des Bois.
Der topografisch niedrigste Punkt in der Gemeinde mit 150 m liegt am Boulou im Südwesten, der höchste Punkt mit 225 m befindet sich nördlich vom Weiler Fruchaudière an der Nordgrenze zur Nachbargemeinde Saint-Front-sur Nizonne. Das Zentrum der Gemeinde liegt oberhalb des Boulou-Tals auf etwa 178 m Höhe.

Bodenbedeckung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bodenbedeckung der Gemeinde La Chapelle-Montmoreau schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:
- Wälder – 63,6 %
- heterogene landwirtschaftliche Nutzung – 28,8 %
- Grünland – 7,6 %
Die forstwirtschaftliche Nutzung steht eindeutig im Vordergrund. Der Anteil der Waldflächen hat sich seit 1990 von 63,0 % auf 63,6 % im Jahr 2018 geringfügig erhöht.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]La Chapelle-Montmoreau besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima, das sich durch folgende Parameter auszeichnet:
Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
|
Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 65 Kilometer entfernten Wetterstation am Flughafen von Limoges-Bellegarde das langjährige Jahresmittel von 11,2 °C für 1971–2000 über 11,4 °C für 1981–2010 auf 11,8 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,6 °C innerhalb von 20 Jahren.

Hydrografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet wird mittig vom zeitweise trockenfallenden Boulou durchflossen, der nach Südwesten entwässert. Er nimmt an der Südwestgrenze einen vom Weiler Pradarier herunterziehenden linken Seitenarm auf, der zu zwei Weihern aufgestaut ist und die Gemeindegrenze zu Brantôme en Périgord (vormals Saint-Crépin-de-Richemont) markiert. Linksseitig empfängt der Boulou ferner zwei Trockentäler, das nördliche mündet kurz unterhalb der jetzt verfallenen Mühle Moulin de Bernillou und das weiter südwärts gelegene, nur sehr kurze, nördlich dem Lieu-dit Domaine de Montmoreau. Auf der rechten Talseite verläuft ebenfalls ein Trockental; auch es markiert den Grenzverlauf zu Brantôme en Périgord.
Der Boulou gehört zum Flusssystem Isle-Dronne.
Das Entwässerungsnetz besitzt eine Gesamtlänge von 4,5 Kilometern.
Geologie
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Die Gemeinde La Chapelle-Montmoreau wird vollständig von flach liegenden (Einfallswinkel bis maximal 8° nach Südwest) Sedimenten des nordöstlichen Aquitanischen Beckens unterlagert. Der Schichtverband gehört strukturell zum Nordflügel der Combiers-Saint-Crépin-de-Richemont-Synklinale.
Älteste aufgeschlossene Formation ist die Angoulême-Formation des Unteren Angoumiens (Turonium – Formation c 3b). Es handelt sich hier um massive Rudistenkalke, die im Gelände Schichtrippen und kleinere Steilwände mit Abris und Höhlen bilden können. Sie sind beidseitig des Boulous aufgeschlossen. Darüber folgt Oberes Angoumien (Formation c 3c) – etwas feinbankigere, kryptokristalline Rudistenkalke, die auch detritisch vorkommen. Über das Turon legen sich die relativ harten Fossilkalke des Coniaciums (Formation c 4), anstehend an der Südwestgrenze entlang der beiden Seitentäler des Boulous. Bei Sainte Marie des Bois liegt auch noch ein kleines Vorkommen von Untersanton (Formation 5 a) – kreidige, plattige glaukonithaltige Kalke.
Diskordant über die Schichten der Oberkreide legen sich Alterite (Kolluvium der Formationen AC und ACF – Sande und Schotter) des Tertiärs. Sie finden sich auf den beiden Höhenlagen nordwestlich und südöstlich des Bouloutals. Diese im Pleistozän umgelagerten Hüllsedimente werden von zwei fossilen Flusssystemen gekrönt, deren Schotter stellenweise als verfestigte Konglomerate (Formation HF) ausgebildet sind (Konglomerat von Saint-Crépin-de-Richemont). Ihr Alter wird als Eozän bzw. Unteres Oligozän eingestuft. Die kontinentalen Sedimente stammen aus dem Massif Central bei Nontron und wurden in Richtung Südwest geschüttet. Sie werden entlang der Nordwestgrenze bei Filoine und entlang der Südostgrenze bei Le Claud (Gemeinde Saint-Pancrace) angetroffen. Die Höhenlagen entlang der D 675 im Osten krönen pliozäne bis altpleistozäne Kiese in sandig-toniger Matrix (Formation Fs).
Die Trockentäler werden von eiszeitlichem Kalkhangschutt verfüllt (Formation GP). Im Bouloutal selbst haben sich sehr rezente alluviale Sedimente des Holozäns abgelagert (Formation K).
Natürliche Risiken
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Naturrisiken manifestieren sich in La Chapelle-Montmoreau als
- Dürren
- Waldbrände
- Bodensetzungen.
Im gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[1]
Wie die Risikokarte zeigt, ist die Aufquellgefahr der Tonböden ist auf den Hanglagen beiderseits des Boulous eindeutig erhöht, da diese über den Kreidesedimenten hauptsächlich von tonreichen Alteriten abgedeckt werden. Die Dürreperioden in den Jahren 1989 und 2011 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[2]
Ökologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Naturpark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet von La Chapelle-Montmoreau liegt im Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.
Schutzgebiete
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La Chapelle-Montmoreau weist entlang des Boulous zwei Schutzzonen auf:
Schutzgebiet des Typus 1
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf drei Kilometern bildet der Boulou mitsamt seinen Nebenläufen unter der Bezeichnung Réseau hydrographique et coteaux du Boulou amont (Entwässerungsnetz und Hanglagen am talaufwärtigen Boulou) eine ZNIEFF (Französisch zone naturelle d'intérêt écologique, faunistique et floristique) des Typus 1 von großer Artenvielfalt.
Angetroffen werden insgesamt die Taxa von 248 Insekten, 11 Amphibien, 7 Reptilien, 79 Vögel und 10 Pflanzen. Für die Fauna charakteristisch sind Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes), Blindschleiche (Anguis fragilis), Grasfrosch (Rana temporaria), Westlicher Schlammtaucher (Pelodytes punctatus), Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea), Gelbbauchunke (Bombina variegata) und Marmormolch (Triturus marmoratus). Kennzeichnend unter den Insekten sind Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale), Südlicher Kurzgeschwänzter Bläuling (Cupido alcetas), Quendel-Ameisenbläuling (Phengaris arion), Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii), Großer Feuerfalter (Lycaena dispar), Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), Gemeine Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius), Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus), Große Zangenlibelle (Onychogomphus uncatus), die Weberböcke Judolia erratica und Musaria rubropunctata, die Schwebfliege Milesia crabroniformis, Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), Kleiner Schillerfalter (Apatura ilia) und Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpina).
Schutzgebiet des Typus 2
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Schutzgebiet des Typus 1 bildet jedoch zusammen mit seinem talabwärtigen Pendant Réseau hydrographique et coteaux du Boulou aval (Entwässerungsnetz und Hanglagen des talabwärtigen Boulous) nur ein Teilstück einer weit ausgedehnteren Schutzzone (ZNIEFF des Typus 2), die unter der Bezeichnung Vallée et coteaux du Boulou (Talung und Hanglagen des Boulous) den gesamten Flusslauf des Boulous (inklusive seines linken Nebenflusses an der Südostgrenze des Gemeindegebietes) von seiner Quelle bis zur Mündung in die Dronne umfasst.
Das Bouloutal ist wegen seiner außergewöhnlichen Vielfalt an Insekten – insbesondere an Schmetterlingen und an Libellen – von nationalem Interesse. Dies findet seinen Ausdruck in den drei Schutzgebieten.
Etymologie und Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name des Orts wurde spät am Ende des 13. Jahrhunderts durch seine Kirche bekannt: Capella montis Maurelli (1293). Maurelli wurde im 14. Jahrhundert zu Maurelh (1365). Es wurde lange Zeit geglaubt, dass der Name eine Besetzung der Umgegend durch die Mauren während ihrer Invasion im 8. Jahrhundert belegt. Das okzitanische montsetzt das lateinische mons, montis (deutsch Berg, Gebirge) fort, was hier einen Bezug zur Geografie hat, denn das Dorf liegt auf etwa 180 m Höhe. Moreau ist eine Französisierung von Maurelh (im modernen Okzitanischen maurel) und führt das vulgärlateinische °maurellus (deutsch dunkelbraun) des klassischen lateinischen maurus fort, das einen Bewohner von Mauretanien bezeichnete. Das französische moreau (deutsch Rappe), im Altfranzösischen morel wird immer für die Fellfarbe eines Pferdes verwendet.
Beim Namensteil La Chapelle handelt es sich um die Französisierung des okzitanischen capèla, abgeleitet aus dem spätlateinischen cappa (deutsch Art von Kapuze oder Kappe, dann Mantel), verwendet dann für die Bezeichnung des Mantels vom heiligen Martin von Tours, der als Reliquie am Hof der fränkischen Könige aufbewahrt wurde. So bezog das Wort sich zunächst auf den Ort der Aufbewahrung dieser königlichen Reliquien, dann im Allgemeinen auf eine Kirche in einem privaten Anwesen. Im Altfranzösischen behielt es diese Bedeutung und wurde auch für eine Kirche verwendet, die keinen Titel einer Pfarrgemeinde trägt.[3]
Der Ort La Chapelle-Montmoreau ist seit prähistorischer Zeit besiedelt.[4] Im 13. Jahrhundert war La Chapelle-Montmoreau eine der siebenundzwanzig Pfarreien, die dem Erzpriestertum von Condat unterstanden, dessen Sitz sich in Champagnac befand.[5]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung in La Chapelle-Montmoreau | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner |
![]()
| ||
| 1962 | 96 | |||
| 1968 | 85 | |||
| 1975 | 79 | |||
| 1982 | 88 | |||
| 1990 | 87 | |||
| 1999 | 91 | |||
| 2005 | 81 | |||
| 2006 | 80 | |||
| 2008 | 75 | |||
| 2010 | 74 | |||
| 2015 | 71 | |||
| 2016 | 69 | |||
| 2017 | 68 | |||
| 2019 | 72 | |||
Die Bevölkerung in der Gemeinde La Chapelle-Montmoreau ist rückläufig, sie hatte sich aber ab 1975 bis 1999 zwischenzeitlich wieder erholt.
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister von La Chapelle-Montmoreau ist seit Juni 1992 der zur UMP gehörige Alain Peyrou, der im Mai 2020 wiedergewählt wurde.
Präsidentschaftswahlen 2022
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Kandidaten | Parteien | 1. Wahlgang | 2. Wahlgang | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | ||||
| Emmanuel Macron | En marche ! | EM | 15 | 31,91 % | 32 | 80,00 % | |
| Marine Le Pen | Front national | FN | 2 | 4,26 % | 8 | 20,00 % | |
| Jean-Luc Mélenchon | Front de gauche | FDG | 8 | 17,02 % | |||
| Éric Zemmour | Reconquête | 1 | 2,13 % | ||||
| Valérie Pécresse | Les Républicains | LR | 6 | 12,76 % | |||
| Jean Lassalle | Résistons ! | R | 8 | 17,02 % | |||
| Anne Hidalgo | Parti socialiste | PS | 3 | 6,38 % | |||
| Fabien Roussel | Parti communiste français | PC | 0 | 0,00 % | |||
| Nicolas Dupont-Aignan | Debout la République | DLR | 2 | 4,26 % | |||
| Yannick Jadot | Europe Écologie-Les Verts | EELV | 1 | 2,13 % | |||
| Nathalie Arthaud | Lutte Ouvrière | LO | 0 | 0,00 % | |||
| Philippe Poutou | Nouveau Parti anticapitaliste | NPA | 1 | 2,13 % | |||
| Gesamt | 47 | 100 % | 40 | 100 % | |||
| Gültige Stimmen | 47 | 95,92 % | 40 | 86,96 % | |||
| Ungültige Stimmen | 2 | 4,08 % | 6 | 13,04 % | |||
| Wahlbeteiligung | 49 | 83,05 % | 46 | 77,97 % | |||
| Enthaltungen | 10 | 16,95 % | 13 | 22,03 % | |||
| Registrierte Wähler | 59 | 59 | |||||
|
Quelle: Ministère de l'Intérieur[7] | |||||||
Die Präsidentschaftswahlen 2022 in La Chapelle-Montmoreau konnte Emmanuel Macron eindeutig für sich entscheiden.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Romanische Kirche Saint-Pierre aus dem 12. Jahrhundert, beherbergt einen Altaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert und eine gotische Statue der Jungfrau mit dem Kind.
- Schloss Lannet aus dem 18. und 19. Jahrhundert, heute Bed and Breakfast
- Herrenhaus Lamberterie, ehemals Priorat aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts mit Umbauten im 16. Jahrhundert
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2022 waren 28 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in La Chapelle-Montmoreau erwerbstätig, entsprechend 87,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im Jahr 2022 zwei Personen, im Jahr 2016 gab es keinen Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2022 betrug 7,1 %.[8]
Branchen und Betriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gemeinde über drei Betriebe, darunter einen in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder Fischerei, einen im Sektor Industrie und einen im Verwaltungssektor.[8]
Landwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Fleischerzeugung.[9] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 6 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 4 im Jahr 2000, auf 3 im Jahr 2010 und stieg wieder auf 6 im Jahr 2020. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 280 Hektar im Jahre 1988 auf 459 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg signifikant von 46,7 Hektar auf 76,6 Hektar.[10][11][12]
Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortskern von La Chapelle-Montmoreau ist über zwei Kommunalstraßen zu erreichen, welche von der zur Departementsstraße D 675 herabgestuften ehemaligen Nationalstraße N 675 (Nontron – Brantôme) in Westrichtung abzweigen. Über eine den Ortskern in Nordwestrichtung verlassende Kommunalstraße können sowohl Saint-Front-sur-Nizonne als auch die D 84 von Nontron nach Ribérac erreicht werden. Eine an der rechten Talseite des Boulous entlang führende Kommunalstraße ermöglicht über Saint-Crépin-de-Richemont den Anschluss an die zur Departementsstraße D 939 herabgestuften ehemaligen Nationalstraße N 139 Périgueux – Angoulême.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- La Chapelle-Montmoreau auf cartesfrance.fr in Französisch
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Tanet, Hordé, Seiten 100–101, 103
- ↑ Chapelle-Montmoreau (la) (französisch) ( vom 13. September 2016 im Internet Archive)
- ↑ Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Notice Communale La Chapelle-Montmoreau. EHESS, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à La Chapelle-Montmoreau. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
- ↑ a b Dossier complet Commune de la Chapelle-Montmoreau (24111). INSEE, abgerufen am 12. November 2025 (französisch).
- ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in La Chapelle-Montmoreau. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Dezember 2025 (französisch).


