Zum Inhalt springen

La Cassagne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
La Cassagne
La Cassanha
La Cassagne (Frankreich)
La Cassagne (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Terrasson-Lavilledieu
Gemeindeverband Terrassonnais Haut Périgord Noir
Koordinaten 45° 3′ N, 1° 19′ OKoordinaten: 45° 3′ N, 1° 19′ O
Höhe 106–303 m
Fläche 14,85 km²
Einwohner 149 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km²
Postleitzahl 24120
INSEE-Code

Pfarrkirche Saint-Barthélemy und Pfarrhaus

La Cassagne (Aussprache [la kaˈsaɲ], okzitanisch La Cassanha) ist ein Ort und südwestfranzösische Gemeinde mit 149 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne im Nordosten der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Cassagnais und Cassagnaises genannt.

Die Karstquelle des Coly in La Cassagne
Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

La Cassagne liegt etwa 49 Kilometer ostsüdöstlich von Périgueux, etwa 19 Kilometer nordnordöstlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 69 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert auf einem kurzen Abschnitt im Nordwesten von der Chironde, vom hier entspringenden Coly sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. La Cassagne liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat. Das Gebiet der Gemeinde liegt auf der Causse von Terrasson, zu der einige Gemeinden südlich von Terrasson-Lavilledieu gehören.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine teilweise bewaldete Hügellandschaft auf, die durch die Flusstäler markant eingeschnitten wird. Die Höhe der Erhebungen nimmt hierbei nach Südosten hin zu. Der topografisch höchste Punkt mit 303 m Höhe ist südlich des Zentrums der Gemeinde zu finden, der tiefste Punkt mit 106 m im äußersten Nordwesten beim Austritt des Coly aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 240 m Höhe.

Etwa 48 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, etwa 35 % werden landwirtschaftlich genutzt, etwa 17 % entfallen auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation.[2]

La Cassagne wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Terrasson-Lavilledieu La Dornac
Coly-Saint-Amand Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Archignac Jayac

Natürliche Risiken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für La Cassagne

Naturrisiken manifestieren sich in La Cassagne als

  • Dürren
  • Waldbrände
  • Bodensetzungen.

Bis auf ein sehr kleines Gebiet im Zentrum besteht im gesamten anderen Teil des Gemeindegebiets zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, ist das Gemeindegebiet nur auf einer kleinen Fläche im Südwesten von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]

Etymologie und Geschichte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name erschien im 13. Jahrhundert erstmals in der Schreibweise La Cassaigne (1251). Er wurde dann mit der romanischen Kirche verknüpft, die Teil eines Priorats war, das zur Abtei von Saint-Amand-de-Coly gehörte. Die latinisierte Form Cassanea wurde später (1320) erwähnt, ebenso wie Cassanha (1365). La Cassagne geht auf das okzitanische cassanha (deutsch Eichenwald) zurück, das aus dem vulgärlateinischen °cassanea hervorging, abgeleitet von °cassanus (deutsch Eiche). Das französische Wort chêne ist gallischen, vielleicht sogar vorkeltischen Ursprungs. Es behauptete sich vor dem lateinischen Namen quercus, denn der Baum wurde schon von den Druiden verehrt.[5]

Eine menschliche Besiedlung von La Cassagne ist erst ab dem Mittelalter belegt, denn bislang wurden keine archäologischen Funde gemeldet. Die Geschichte von La Cassagne beginnt daher mit dem Priorat aus dem 12. Jahrhundert, das der nahegelegenen Abtei von Saint-Amand-de-Coly unterstand. Anders als in anderen Fällen entwickelte sich aus dem Priorat kein richtiges Dorf. Nur wenige Häuser und Bauernhöfe prägen die Umgebung, insbesondere entlang der heutigen Departementsstraße D 62. Laut neueren Quellen wurde die Pfarrei im 14. Jahrhundert von der Kastellanei Saint-Amand der Abtei abgetrennt. Obwohl sie zur Pfarrkirche erhoben wurde, wurde sie bis 1680 von fünf oder sechs Mönchen der benachbarten Abtei betreut.

Die Gegend ist auch mit der Geschichte der Burg verbunden, die 400 Meter westlich des Klosterkomplexes liegt und an deren Stelle einst eine Siedlung stand. Das napoleonische Kataster von 1825 zeigt mehrere Gebäude in unmittelbarer Nähe der alten Burg, die als Bauernhöfe unter der Herrschaft des Burgherrn dienten. Neben diesen Gebäuden befindet sich gegenüber dem ehemaligen Burghaus die Zehntscheune, eine architektonische Besonderheit aus dem 13. Jahrhundert.

Laut der 1768 von Pierre de Belleyme erstellten Karte dieses Teils des Vézère-Tals war der Weinbau vorherrschend und prägte die Landschaft, insbesondere südlich und westlich der Gemeinde (vor allem in der Ortschaft Les Vignes). Trotz ihrer relativen Abgeschiedenheit von den Hauptstraßen des Tals besaß die Gemeinde eine gewisse Bedeutung, was erklärt, warum sie 1790 zum Hauptort eines Kantons wurde, zu dem die Gemeinden Archignac, Jayac, Saint-Amand-de-Coly, Saint-Geniès, Paulin und La Dornac gehörten. Um 1800 wurde der Kanton La Cassagne jedoch aufgelöst und in den Kanton Terrasson eingegliedert. Der Ort schrumpfte dann aufgrund der Landflucht allmählich und erreichte 1990 eine Einwohnerzahl von nur noch 120.

Obwohl La Cassagne heute für seine monumentale Architektur bekannt ist, hat das industrielle Erbe der Gemeinde Spuren hinterlassen. Dazu gehören die Mühle Ladoux und die in Archiven dokumentierte Erinnerung an die ehemalige Papierfabrik. Schließlich befand sich vermutlich auch eine Ziegelei innerhalb der Gemeindegrenzen, wie der Lieu-dit La Tuilière belegt, der an diese Anlage erinnert.[6]

Im Mittelalter war die außerhalb des Orts gelegene Burg der Wohnsitz der gleichnamigen Familie und Sitz einer Seigneurie abhängig von der Vizegrafschaft Turenne. Von der ursprünglichen Struktur ist vermutlich eine Mauer im Keller erhalten, die im Laufe der Zeit mehrfach umfassend umgebaut wurde, deren Opus-spicatum-Mauerwerk jedoch aus dem 11. oder 12. Jahrhundert stammen könnte.

Nach der Zerschlagung der Vizegrafschaft Turenne durch Blanka von Kastilien im Jahr 1251 fiel La Cassagne unter die Herrschaft von Hélie Rudel, Seigneur von Bergerac. Zwischen 1308 und 1316 geriet dessen Lehnsherr, Aymeric de La Cassagne, ein Ratgeber am Hofe König Philipps IV. von Frankreich, mit Geoffroy de Pons in Konflikt über das Feudalsystem und die Gerichtsbarkeit von La Cassagne, insbesondere über dessen Rechte in der niederen und höheren Gerichtsbarkeit. So wurde Aymeric 1308 auf seinen Ländereien von Geoffroy gewaltsam angegriffen. Im Jahr 1322 verübte Aymeric seinerseits Gewalttaten gegen die Johanniter der benachbarten Komturei Condat. Im Jahr 1328 erwirkte ein weiteres Familienmitglied, der junge Adelige Almanin (oder Amalin), ein Urteil des Parlement de Paris bezüglich eines Zollrechts an einer Schmiede und der Erzgewinnung in La Cassagne. Zur gleichen Zeit verkaufte Jacques de Pons, Herr von Pons und ein Nachkomme von Hélie Rudel, die Kastellaneien Larche (im Limousin) und Terrasson (im Périgord) an Jean de Bretagne, Graf von Périgord und Vizegraf von Limoges, einschließlich der Pfarreien und Herrschaften Salignac, Commarque, Pelvézy, Saint-Geniès, La Cassagne, Giac und der Komturei Condat. Von diesem Zeitpunkt an leisteten die Herren von La Cassagne dem Grafen von Périgord Treue und Huldigung.

Die Burg ging zu einem unbekannten Zeitpunkt in den Besitz der Familie Domme über. Im Jahr 1364, während einer Kriegspause im Hundertjährigen Krieg (Friede von Brétigny), verkaufte Gilbert de Domme, Seneschall des Périgord, das „locum seu castrum de la Cassanha“ an Bertrand d’Aytz. Es blieb mindestens bis Mitte des 16. Jahrhunderts im Besitz dieser Familie, die den Namen La Cassagne annahm. Wahrscheinlich wurden nach dem Hundertjährigen Krieg Arbeiten von dieser Familie ausgeführt, insbesondere von Bertrand d’Aytz, der ab dem 8. Mai 1486 als Ratgeber im Parlement von Bordeaux tätig war. Am 24. April 1498 heiratete Hugues de La Cassagne, Herr des Gutes und von Vielval, Marguerite de Hautefort – eine für ihn sehr vorteilhafte Ehe. Möglicherweise war es dieses Paar, das die Arbeiten am Schloss in Auftrag gab: Der halbrunde Gewölbekeller unter dem heutigen Hauptgebäude birgt den unteren Teil einer Wendeltreppe mit von einem Mittelteil getragenen Stufen und abgeschrägten Setzstufen, die möglicherweise aus der Zeit um 1600 stammt. Hugues de La Cassagne und Marguerite de Hautefort hatten einen Sohn, Jean de La Cassagne, der 1529 Gutsherr und Herr von „Belpeuch“ wurde und am 20. September 1541 für diesen letzten Adelssitz dem König von Navarra, dem Herrn von Montignac, huldigte. Der einzig erhaltene Flankenturm der Plattform besitzt eine Schießscharte, die aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen könnte.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gehörte die Seigneurie der Familie Coustin de Bourzolles. Später wechselte sie zu einem unbekannten Zeitpunkt erneut den Besitzer: Zwischen 1675 und 1677 ließ Jacques de Hautefort, Marquis von Saint-Chamans, eine Volkszählung des Landes und der Seigneurie, einschließlich Mühlen, Abgaben, Pachten und anderer abhängiger Verpflichtungen, zugunsten des französischen Königs in seiner Grafschaft Périgord durchführen. Die Seigneurie behielt 1760 noch ihr Recht auf höchste Rechtsprechung über die Gemeinde. Tafel 23 der Karte von Belleyme zeigt, dass das Schlossgelände zu dieser Zeit vollständig von Weinbergen umgeben war, was durch das alte Grundbuch von 1825 bestätigt wird. Der runde Taubenschlag befindet sich inmitten eines großen, mit Reben bepflanzten Grundstücks. Eine neue Adelsresidenz mit kompaktem Grundriss wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf den Überresten der alten errichtet. Die geordneten Fassaden und die Flachbandfenster mit Segmentbögen lassen auf diese Datierung schließen.[7]

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
La Cassagne: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
477
1800
  
568
1806
  
560
1821
  
546
1831
  
560
1836
  
552
1841
  
549
1846
  
560
1851
  
562
1856
  
592
1861
  
577
1866
  
551
1872
  
510
1876
  
526
1881
  
491
1886
  
457
1891
  
476
1896
  
443
1901
  
343
1906
  
375
1911
  
344
1921
  
286
1926
  
258
1931
  
238
1936
  
227
1946
  
232
1954
  
180
1962
  
161
1968
  
132
1975
  
113
1982
  
112
1990
  
120
1999
  
123
2006
  
146
2013
  
155
2020
  
155
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[9][10][11]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Westportal der Kirche
  • Die einschiffige Pfarrkirche Saint-Barthélemy stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde jedoch nach dem Hundertjährigen Krieg umgestaltet, so dass nur noch die Apsis, das erhöht liegende Westportal mit zwei romanischen Kapitellen und die nördliche Langhauswand original erhalten sind. Die Südseite des Langhauses wurde um das Jahr 1600 geöffnet und um ein Seitenschiff erweitert. Das Kirchenbauwerk ist seit 1936 als Monument historique klassifiziert.[12]
  • Nahe bei der Kirche befindet sich das mit Steinschindeln (lauzes) gedeckte Pfarrhaus, welches um 1600 – möglicherweise unter Wiederverwendung der Steine aus dem Abriss der ehemaligen Nebengebäude des aufgelösten Priorats – entstand. Es zeichnet sich aus durch einen runden Treppenturm sowie durch zwei barocke Lukarnen und ist ebenfalls seit 1936 als Monument historique klassifiziert.[13]
  • Auf dem ehemaligen Friedhof steht ein Steinkreuz mit achteckigem Schaft, in dessen um 90° gedrehten Mittelstein die Buchstaben MARIA zu sehen sind. Es wird ins 16. Jahrhundert datiert und ist seit 1926 als Monument historique eingeschrieben.[14]
  • Nahe beim Ort steht eine ehemalige Zehntscheune aus dem 12. und 15. Jahrhundert, die heute als privates Wohnhaus genutzt wird. Das Bauwerk wird mit dem Templerorden in Verbindung gebracht, denn die Nähe der bedeutenden Komturei Saint-Jean in Condat könnte dieser Annahme Glaubwürdigkeit verleihen. Sie ist seit 1980 als Monument historique eingeschrieben.[15]
  • Nahebei steht ein Taubenhaus, welches zu einem verschwundenen Schloss oder Herrensitz gehört haben muss.
Quelltopf des Coly mit ehemaliger Mühle
Umgebung

Der Quelltopf des Flusses Coly mit seinem Durchmesser von ca. 170 Metern und seiner Tiefe von etwa 10 Metern gehört zu den meistbesuchten Attraktionen im Norden des Gemeindegebiets.

Bis in die heutige Zeit spielt die Landwirtschaft eine große Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Der hier ehedem betriebene Weinbau ist jedoch nach der Reblauskrise gegen Ende des 19. Jahrhunderts gänzlich aufgegeben worden.

Erwerbstätigkeit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2022 waren 73 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in La Cassagne erwerbstätig, entsprechend 82,8 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen war mit acht Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (13). Die Arbeitslosenquote fiel von 17,6 % (2016) auf 11,1 % (2022).[16]

Branchen und Betriebe

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

12 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in La Cassagne wirtschaftlich aktiv:[16]

Branche
Anzahl %
Gesamt 12
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 2 16,7 %
Baugewerbe 1 8,3 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 3 25,0 %
Finanzen und Versicherungen 1 8,3 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 2 16,7 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 2 16,7 %
Andere Dienstleistungen 1 8,3 %

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[17] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 21 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 9 im Jahr 2000, auf 8 im Jahr 2010 und stieg auf 9 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 57,1 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 529 Hektar im Jahre 1988 auf 299 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 25,2 auf 33,2 Hektar.[18][19][20]

La Cassagne liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Die Departementsstraße D 62 ist die wichtigste Verkehrsader der Gemeinde. Sie verläuft vom Zentrum aus nordwestlich in Richtung Coly, südöstlich in Richtung Salignac-Eyvigues. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und mit weiteren Nachbargemeinden.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christine Deviers-Joncour (* 1947), die Geliebte des in den 1980er und 1990er Jahren in den Elf-Aquitaine-Skandal verwickelten ehemaligen französischen Außenministers Roland Dumas (1922–2024), wurde in La Cassagne geboren.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: La Cassagne – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 21. November 2024 (französisch).
  3. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  4. Les risques près de chez moi. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  5. Tanet, Hordé, Seite 85
  6. Line Becker: Présentation de la commune de La Cassagne. Region Nouvelle-Aquitaine, 2011, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  7. Becker Line, Pagazani Xavier: Château de la Cassagne, actuellement demeure. Region Nouvelle-Aquitaine, 2011, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  8. Notice Communale La Cassagne. EHESS, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  9. Populations légales 2006 Commune de la Cassagne (24085). INSEE, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  10. Populations légales 2013 Commune de la Cassagne (24085). INSEE, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  11. Populations légales 2020 Commune de la Cassagne (24085). INSEE, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  12. Église Saint-Barthélemy, La Cassagne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  13. Presbytère, La Cassagne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  14. Croix, La Cassagne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  15. Grange dimière, La Cassagne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  16. a b Dossier complet Commune de la Cassagne (24085). INSEE, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  17. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  18. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in La Cassagne. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  19. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).
  20. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 21. November 2025 (französisch).