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K-TV (Fernsehen)

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K-TV
Fernsehsender (Privatrechtlich)
Programmtyp Spartenprogramm (Religion)
Empfang Kabel, Satellit, digital, Livestream
Bildauflösung 1080i
Full HD
Sendestart 11. Sep. 1999
Sitz Deutschland
Eigentümer Kephas Stiftung gGmbH
Geschäfts­führung Patrick Gruhn
Johannes Hattler
Liste der Listen von Fernsehsendern
Website

K-TV ist ein 1999 von Pfarrer Hans Buschor gegründeter privater katholischer Fernsehsender. Träger ist seit 2011 die Kephas Stiftung gGmbH mit Sitz in Opfenbach.[1][2] Geschäftsführer sind Patrick Gruhn und Johannes Hattler. Gruhn ist auch Alleingesellschafter[3] der Kephas Stiftung, die K-TV verantwortet.[4]

Über den Sender

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K-TV entstand aus einer Initiative des Schweizer Pfarrers und Filmemachers Hans Buschor im Jahr 1999, der sich dem Projekt nach seiner Pensionierung widmete.[5] Buschor hatte bis zu seinem Tod im Jahr 2017 die geistige Leitung des Senders inne, bis 2011 außerdem die geschäftliche Leitung.[4] Die Nachfolge der geistigen Leitung übernahmen auf Buschors Wunsch Pfarrer Thomas Maria Rimmel, Militärpfarrer Werner Maria Hess und bis Herbst 2023[6] Pfarrer Paul Schuler.[4] Das K im Namen K-TV steht für die Bezeichnung des Apostels Petrus als Kefa bzw. Kephas (aramäisch). Der Sender verfolgt das Ziel, den katholischen Glauben medial zu verkünden, den Glauben zu stärken und zur Neuevangelisierung beizutragen.[1][2]

Am 11. September 1999 erfolgte die Erstausstrahlung über das Satellitensystem Eutelsat.[5] Das finanzielle Fundament bei der Gründung des Senders bildeten die Erlöse mehrerer erfolgreicher Dokumentarfilme, die Buschor in den Jahrzehnten zuvor gefilmt hatte.[7] Einige Zeit später wurde K-TV auch über Kabelnetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Seit dem 1. November 2002 ist der Empfang über das Satellitensystem Astra[8] digital möglich und seit Oktober 2006 über das Internet. Im Jahr 2006 wurde ein Übertragungswagen ausgebaut für regelmäßige Liveübertragungen von Gottesdiensten aus Kirchen und Wallfahrtsorten. Seit dem 1. September 2006 wird das Programm ebenfalls als Livestream angeboten.

Im Jahr 2013 war nach Aussage des Senders ein Wachstum der Zuschauerzahlen feststellbar, das aus der steigenden Zahl versandter Programmhefte abgeleitet wurde.[9] Der finanzielle Aufwand belief sich laut Senderangaben in dem Jahr auf etwa 250.000 Euro pro Monat,[10] der nach eigenen Angaben vollständig über Spenden gedeckt wurde. Nachdem im Januar 2015 die eigene Redaktion zunächst aufgelöst worden war,[11] führte K-TV diese später wieder ein. Die Mitarbeiterzahl lag 2024 bei über 25 Personen.[12]

K-TV sendet täglich 24 Stunden. Die einzelnen Sendungen werden eine Woche lang zu unterschiedlichen Zeiten wiederholt. Nachts werden Wiederholungen aus dem Programm der Vorwoche gezeigt. Im deutschsprachigen Raum kann K-TV auf Fernsehen über Kabel und Satellit empfangen werden, zugleich auch weltweit im Internet. Ende 2024 wurde über Satellit ein Full-HD-Signal in Betrieb genommen, im Gegenzug erfolgte zum Anfang Juli 2025 die Abschaltung des SD-Signals.[13] 2024 traf K-TV eine Vereinbarung mit der Deutschen Netzmarketing, von der man sich offenbar die Aufnahme des Programms in die Angebote vieler Kabelanbieter erhofft.[14]

Das Programm orientiert sich an der Lehre der katholischen Kirche.[15] K-TV versteht sich als rom- und papsttreuer Sender mit Schwerpunkten in der Eucharistie und Marienverehrung.[7]

Schwerpunkte des Programms sind die Übertragung von katholischen Gottesdiensten und Andachten, Glaubenskatechese, Exerzitien, Vorträge, Reportagen und Dokumentationen. Diese Sendungen werden zu einem Großteil von Geistlichen der katholischen Kirche geleitet und moderiert. Es werden Gesprächssendungen oder Interviews ausgestrahlt, sowohl mit Geistlichen wie den deutschen Bischöfen[16] als auch mit gläubigen Laien.[17] Dreimal wöchentlich wird seit 2020 Die Stunde der Seelsorge mit Pfarrer Thomas Rimmel und Pater Karl Wallner ausgestrahlt, bei der auch Fragen zu religiösen Themen von Zuschauern aufgegriffen werden.[18][19]

Der Sender überträgt als Partnersender von Radio Vatikan[20] live alle wichtigen öffentlichen Auftritte des Papstes wie die Generalaudienz, das Angelusgebet, große Festgottesdienste und kirchliche Ereignisse aus dem Vatikan sowie Weltjugendtage und Papstreisen. Wichtige kirchliche Ereignisse wie zum Beispiel die Papstwahl werden mit Sondersendungen begleitet.[21] Die wöchentlichen Sendungen RomeReports – Nachrichten aus dem Vatikan und Vatikan aktuell berichten über Neuigkeiten aus dem Vatikan und vom Papst, aber auch allgemein über Vorkommnisse in der Weltkirche und die weltweite Kirchenpolitik.[22][23]

Reportagen kommen aus Kirche und der Welt, besonders auch aus Wallfahrtsorten wie Fátima, Lourdes oder San Giovanni Rotondo. Dokumentationen werden zum Teil selbst produziert.[24] Die Sendung Terra Santa News berichtet seit 2018 über Nachrichten aus dem Heiligen Land.[25] Außerdem beinhaltet das Programm Sendungen über Gesundheitsthemen, Lebenshilfe, ein Kinderprogramm sowie in einem geringen Anteil Spielfilme und Musiksendungen.[1][2][26]

Gottesdienste und Andachten

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Neben Festgottesdiensten und dem Angelusgebet aus dem Vatikan werden täglich mindestens ein Gottesdienst aus verschiedenen Kirchen aus Davos[27] und Schwyz in der Schweiz und der Gebetsstätte Wigratzbad (Opfenbach) sowie zusätzlich ebenfalls tägliche Gottesdienste abwechselnd u. a. aus der Kirche Sankt Pantaleon in Köln, der Licht-der-Völker-Kapelle (Missio-Wien), der Kapelle von Kirche in Not in Königstein im Taunus, der Wallfahrtskirche Maria Schutz am Semmering (Niederösterreich) oder der Wallfahrtskirche Maria im Sand im unterfränkischen Dettelbach übertragen.[28] Regelmäßig wird das Rosenkranzgebet sowie Andachten zur Gnadenstunde der Barmherzigkeit oder Kreuzwegandachten ausgestrahlt.

  • Satellit: Empfangen werden kann der Sender über Satellit in Full HD in ganz Europa.
  • Kabel: Im Kabel mit einem Digitalreceiver ist das Programm in Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein empfangbar.
  • Internet: Weltweit per Livestream in verschiedenen Auflösungen über das Internet. Zu den IPTV-Anbietern gehören Zattoo, Waipu.tv, MagentaTV oder Kabel Swisscom.[29] Zudem werden ein YouTube-Kanal sowie weitere Social-Media-Kanäle betrieben, um nach Angaben des Senders auch ein vorrangig jüngeres Publikum zu erreichen.[30]
  • Seit Juli 2025 wird parallel ein englischsprachiger Sender von K-TV betrieben, der über Hotbird empfangbar ist.[31]

Beziehung zur katholischen Kirche

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Mit einem Brief vom 18. Januar 2013 des Staatssekretariats des Heiligen Stuhls wurde im Auftrag von Benedikt XVI. die Medienarbeit des „katholischen Fernsehens K-TV“ offiziell gewürdigt und allen „Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Freunden und Förderern von K-TV“ der Apostolische Segen durch Papst Benedikt XVI. erteilt.[32] Anlässlich einer Generalaudienz im Dezember 2012 gratulierte Papst Benedikt XVI. dem damaligen Chefredakteur Martin Lohmann zum Amtsantritt.[33] Papst Franziskus empfing eine Delegation von K-TV im September 2019 im Rahmen der Generalaudienz anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Senders.[34]

Tochtergesellschaften

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Der Sender hatte zwei inzwischen liquidierte Tochtergesellschaften, an welchen er zu 100 % beteiligt war: die CredoMedia GmbH mit Sitz in Opfenbach, welche früher das Studio des Senders in Hürth betrieb,[35] und die Alpina Film GmbH mit Sitz in Langenargen am Bodensee, welche die Filmproduktionen für den Sender sowie für externe Auftraggeber (andere Fernsehsender, Firmenvideos etc.) realisierte.[36]

Chat-Portal mit Künstlicher Intelligenz

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Mit katholisch.ai (ein Angebot von K-TV und deren CEO Professor Gruhn) wird eine Such- und Antwortmaschine auf der Basis künstlicher Intelligenz angeboten, die insbesondere Menschen unterstützt, die im Verkündigungsdienst der Kirche stehen. Diese AI liefert mit den Antworten auch Quellenangaben und Links zu relevanten Sendungen auf K-TV.[37]

Commons: K-TV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Katholischer Fernsehsender K-TV feiert 20-jähriges Bestehen. In: Vatican News. 27. Mai 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
  2. a b c 20 Jahre katholisches Fernsehen: K-TV feiert Jubiläum in Schwyz. In: Kath.ch. 12. April 2019, abgerufen am 23. Juli 2019.
  3. Zum Tod des katholischen Medienpioniers Pfarrer Hans Buschor – Wie geht es mit K-TV weiter? In: Katholisches.info. Abgerufen am 26. Januar 2026.
  4. a b c Maximilian Lutz: Katholisches Fernsehen hat große Zukunft. In: Die Tagespost. 8. März 2017, abgerufen am 26. Januar 2026.
  5. a b Michael Meier: TV-Sender mit eigener Hauskapelle. In: Tages-Anzeiger. S. 42.
  6. Über uns: Geistliche Leitung und Geschäftsführung K-TV. In: K-TV. Abgerufen am 28. November 2023 (Geistliche Leitung und Geschäftsführung Stand November 2023).
  7. a b Andreas Simon: Auf Fels gebaut – K-TV, Fernsehen für die Seele. In: Die Tagespost. 1. Oktober 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.
  8. K-TV startet HD-Ausstrahlung auf Astra 19,2 Grad Ost. In: Astra. Abgerufen am 26. Januar 2026.
  9. Geschäftsbericht des Geschäftsführers an das Kuratorium vom 10. Januar 2013
  10. Spenderbroschüre von K-TV 2013
  11. kath.net: Martin Lohmann nicht mehr Chefredakteur bei K-TV. In: kath.net. 30. Januar 2015, abgerufen am 26. Januar 2026.
  12. Markus Zametter: 25 Jahre K-TV: Katholisches Fernsehen für die Seele und Freude am Glauben. In: K-TV. 9. Juli 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.
  13. Thomas Riegler: Satnews: K-TV jetzt nur noch in HD. In: Digitalfernsehen.de. 1. Juli 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.
  14. Thomas Riegler: K-TV sendet seit heute in HD und kommt ins Kabel k-tv seit heute in HD. In: Digitalfernsehen.de. 2. Dezember 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.
  15. Noémie Schafroth: Katholisches Fernsehen Kirche geht in die Offensive. In: Neue Luzerner Zeitung. 31. Dezember 2007, S. 5.
  16. Aus Interviews mit deutschen Bischöfen beim Katholikentag in Erfurt: Geistliche Wegweisungen. In: Kirche heute. November 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.
  17. Markus Kosian: Pirmin Zurbriggen: „Ich habe alles auf Jesus gesetzt“. In: PromisGlauben. 14. Januar 2024, abgerufen am 26. Januar 2026.
  18. Stefan Ahrens: Christliche Sender reagieren auf Corona. In: Die Tagespost. 2. April 2020, abgerufen am 22. Januar 2026.
  19. Gottesdienst Livestream. In: Missio. 16. März 2020, abgerufen am 22. Januar 2026.
  20. Unsere nächste Live-Übertragung: Das Treffen mit Medienleuten am Montag. In: Vatican News. 11. Mai 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.
  21. Markus Zametter: Konklave 2025: Sonderprogramm zur Wahl des neuen Papstes. In: K-TV. 4. Mai 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.
  22. K-TV künftig mit eigener Vatikan-Sendung. In: Vatican Magazin. Nr. 6, 2025, S. 10.
  23. Annette Schavan: „Glaube ist immer auch ein Stachel“. In: Vatican Magazin. Nr. 10, 2025.
  24. Dorothea Schmidt: Eine Wüste wird zum Symbol geistlichen Neuanfangs. In: Die Tagespost. 19. Juli 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.
  25. Terra Santa News. In: K-TV. Abgerufen am 26. Januar 2026.
  26. Programmheft Januar 2013. In: k-tv. Archiviert vom Original am 16. Januar 2013; abgerufen am 26. Januar 2026.
  27. Johannes Hattler: Heilige Messen aus Davos. In: k-tv. 1. Dezember 2021, abgerufen am 19. Oktober 2023.
  28. Licht der Völker Kapelle. In: Missio. Abgerufen am 5. April 2019.
  29. K-TV in HD. In: K-TV. Abgerufen am 26. Januar 2026.
  30. Tobias Schmid: „Geht hinaus in die ganze Welt!“ In: Die Tagespost. 1. Oktober 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.
  31. Thomas Riegler: K-TV in Englisch auf Hotbird gestartet. In: Digitalfernsehen.de. 3. Juli 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.
  32. Livesendung Tagesthema auf K-TV am 29. Januar 2013 von 19:00-20:00 Uhr
  33. „Sie leisten einen wirklich apostolischen Dienst!“ In: Pressebox. 20. Dezember 2012, abgerufen am 26. Januar 2026.
  34. „Macht Fernsehen zum Anfassen“: Franziskus‘ Tipp an Medienschaffende. In: Vatican News. 11. September 2019, abgerufen am 26. Januar 2026.
  35. Katholisches Fernsehen K-TV mit Studio Köln und CredoMedia GmbH. In: Pressebox. 30. Januar 2013, abgerufen am 26. Januar 2026.
  36. Handelsregisteranmeldung vom 29. Januar 2013
  37. K-TV: Ein neuer Weg der Verkündigung. 6. Januar 2026, abgerufen am 14. Januar 2026.