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George Gottlob von Knobelsdorff

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George Gottlob von Knobelsdorff (geb. 1708; gest. Anfang 1762) war ein preußischer Hauptmann und Landrat.

Wappen derer von Knobelsdorff.

Herkunft und Leben

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George Gottlob von Knobelsdorff war Angehöriger des Uradelsgeschlechts Knobelsdorff. Er war der Sohn des Hauptmanns Balthasar Georg von Knobelsdorff (1667–1709) und dessen Ehefrau Marianne Polixena (1675–1745), geb. von Bornstädt.[1][2] Zwischen 1752 und 1762 amtierte er als Landrat des Kreises Schwiebus.

Rittergut Ober-Stentsch um 1867/1868, Sammlung Alexander Duncker.

George Gottlob von Knobelsdorff wurde am 27. September 1751 Erbherr[3] auf Stentsch, und war 1752 Gutsbesitzer zur Hälfte in Toppen, sowie zu je einem Viertel auf Kunersdorf und Grunwald. Nach Alexander Duncker war Stentsch war die erste Gemeinde im Kreis Schwiebus die lutherisch wurde. Stentsch bestand eigentlich aus drei Gütern, die Knobelsdorff vereinigten Ober-Stentsch mit dem Mittel-Hof, dies blieb bis etwa 1843 dann so.[4]

George Gottlob von Knobelsdorff war in erster Ehe mit Beate Sophie von Bornstädt verheiratet. Aus dieser Ehe ging die Tochter Marianne Helene (1740–1804) hervor, die einen Freiherr[5] Ernst Rudolph von Gersdorff-Drentkau (1736–1778) heiratete und nach ihrem Stiefbruder Johann Carl von Knobelsdorff (1741–1763) Gut Stentsch übernahm. Dieser war der Sohn aus der zweiten Ehe des George Gottlob von Knobelsdorff mit Johanne Charlotte von Arnold, verwitwete Freifrau Gottlob Ehrenreich von Gersdorff (1711–1789), der späteren Schwiegermutter von seiner Tochter.[6][2]

  • Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau, Band XVIII, Universität Breslau, Duncker & Humblot, Berlin 1973, ISBN 3-428-03053-2, S. 72.
  • Carl von Eickstedt: Beiträge zu einem neueren Landbuch der Marken Brandenburg. Verlag der Creutz'schen Buchhandlung, Magdeburg 1840, S. 571.

Einzelnachweise

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  1. Wilhelm von Knobelsdorff: Die Stammtafeln des Geschlechtes derer von Knobelsdorff. 1876. Gustav Lange (Paul Lange)-Berlin, Hannover 1876, S. 14.
  2. a b Wilhelm von Knobelsdorff: Die Stammtafeln des Geschlechtes derer von Knobelsdorff. 1876. IV. Die Preußische Zeit. B: Märkisch-Friedländer Linien-Haus Topper. Gustav Lange (Paul Lange)-Berlin, Hannover 1876, S. 34.
  3. E. von Eickstedt (Hrsg.): Beiträge zu einem neueren Landbuch der Marken Brandenburg - Prälaten, Ritter, Städte, Lehnschulzen, oder Roßdienst und Lehnwahr. Creutz, Magdeburg 1840. S. 571.
  4. (Gut) Ober-Stentsch, In: Derselbe: Alexander Duncker (Hrsg.): Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der preussischen Monarchie. Band 10, Selbstverlag, Berlin 1867/1868, Blatt 592.
  5. Ahnenreihe Freiherr v. Gersdorff, In: Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser. A (Uradel). 1956. Band II, Band 13 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Glücksburg (Ostsee) 1956, S. 569, Nr. 32/33.
  6. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1887. Jahrgang 37, Justus Perthes, Gotha 1886, S. 302.