Fahrkartenschalter
Ein Fahrkartenschalter, auch Fahrkartenausgabe, kurz Fka, in der Schweiz Billettschalter, ist eine Einrichtung, an der Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel erworben und Auskünfte erfragt werden konnten. Solche Schalter befinden sich typischerweise an Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Fähranlegern und Flughäfen. Mittlerweile wurden sie häufig durch andere Verkaufsformen – wie zum Beispiel Fahrkartenautomaten – und durch digitalen Vertrieb im Internet abgelöst.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bedeutung von Fahrkartenschaltern hat in den letzten Jahrzehnten zunächst durch Einführung von Fahrkartenautomaten, dann durch den Internetverkauf stark abgenommen, wobei beispielsweise im deutschsprachigen Raum Automaten wesentlich verbreiteter sind als etwa im östlichen Mitteleuropa. An kleineren Bahnhöfen betrieb und betreibt teils der Fahrdienstleiter auch den Fahrkartenschalter.[1]
Ein modernere Variante des Fahrkartenschalters sind insbesondere bei der Deutschen Bahn sogenannte Reisezentren, wo ein direkter Kontakt an einem Tresen zwischen Kunde und Verkäufer besteht. In Österreich betreiben die ÖBB ebenfalls Reisezentren.
Die Einführung von landesweit gültigen, kostengünstigen Zeitfahrkarten wie das Klimaticket in Österreich und das Deutschlandticket haben den Bedarf an einem personengebundenen Verkauf von Fahrkarten in jüngerer Zeit weiter reduziert. Mittlerweile werden zum Teil auch Automaten wieder abgebaut.[2]
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei einem typischen Fahrkartenschalter ist der Kunde in der Regel mit einer Glasscheibe vom Verkäufer getrennt. Zur Kommunikation dient häufig meist ovales, vergittertes Fenster in der Glasscheibe, das mit einer Klappe verschlossen werden kann. Der Geldwechsel und die Ausgabe der Fahrkarten erfolgt üblicherweise über eine Mulde unter der Trennscheibe oder über einen Drehteller.
Auch offene Tresen in Reisezentren können als Fahrkartenschalter bezeichnet werden. Hier fehlen die oben beschriebenen Merkmale.
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Fahrkartenschalter in klassischer Bauweise im Bahnhof Bonn-Bad Godesberg, speziell für Fahrgäste der damals höchsten Zuggattung Trans-Europ-Express (1962)
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Fahrkartenschalter in Cuneo (2006)
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Fahrkartenschalter in Bad Ischl (2009)
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Historischer Fahrkartenschalter in Toledo (2009)
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Geschlossene Fahrkartenausgabe im Bahnhof Moldava v Krušných horách (2014)
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Frühere Schalterhalle in Praha hlavní nádraží (2014)
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Ehemaliger Schalter der Wuppertaler Schwebebahn im Stil der 1920er Jahre (2019)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otto Stolze: Die Arbeit am Fahrkartenschalter. Herausgegeben von der Lehrmittelstelle der Deutschen Reichsbahn. 4., verbesserte Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1959.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Fahrkarten nur am Automaten? In: Landsberger Tagblatt. 17. Januar 2016, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Oberelbe vom 1. Oktober 2025: „Digital vor Analog: Ticketautomaten gehen vom Netz“