Zum Inhalt springen

Elias Seidl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Elias Seidl
Verband Deutschland Deutschland
Geburtstag 29. August 2004 (21 Jahre)
Karriere
Beruf Bundespolizist
Verein SC Ruhpolding
Trainer Tobias Reiter, Niklas Kellerer
Aufnahme in den
Nationalkader
2020 (Nachwuchs)
Debüt im IBU-Cup 29. Februar 2024
IBU-Cup-Siege 2 (1 Einzelsieg)
Debüt im Weltcup 22. Januar 2026
Status aktiv
Medaillenspiegel
EM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 0 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
JEM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Biathlon-Europameisterschaften
Silber 2026 Sjusjøen Staffel
 Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2023 Schtschutschinsk Mixed-Staffel
Silber 2023 Schtschutschinsk Jugend-Staffel
Silber 2025 Östersund Staffel
 Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
Silber 2025 Altenberg Sprint
IBU-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 80. (2024/25)
Einzel-IBU-Cup 01. (2025/26)
letzte Änderung: 26. Februar 2026

Elias Seidl (* 29. August 2004) ist ein deutscher Biathlet. Er gewann 2026 Silber mit der Staffel bei den Europameisterschaften und gab im selben Jahr sein Debüt im Weltcup.

Elias Seidl ist der Sohn der ehemaligen Biathletin Martina Zellner. Er stammt aus Ruhpolding, startet für den dortigen Skiclub und trainiert am Olympiastützpunkt in der Chiemgau-Arena in der Männer-Gruppe unter der Leitung von Tobias Reiter und Niklas Kellerer.

Seidl ist im Rahmen der Spitzensportförderung bei der Bundespolizei angestellt.

Elias Seidl gehörte von Beginn seiner Karriere an zu den besten Biathleten seines Jahrgangs in Deutschland. Im Deutschen Schülercup mit dem Luftgewehr belegte er 2017/18 in der Altersklasse 14 Platz vier und 2018/19 in der Altersklasse 15 Platz zwei der Gesamtwertung. Nachdem er 2019/20 in seinem ersten Jahr im Deutschlandpokal mit dem Kleinkalibergewehr zwei Rennen gewonnen und Platz vier in der Gesamtwertung der Altersklasse 16 belegt hatte, wurde er vom Deutschen Skiverband (DSV) erstmals in den Nachwuchskader aufgenommen. In der Folgesaison 2020/21 wurden aufgrund der COVID-19-Pandemie alle offiziellen Rennen im Deutschlandpokal abgesagt.

Zu Beginn der Saison 2021/22 erreichte Seidl in der Altersklasse 18/19 zunächst keine Podestplätze im Deutschlandpokal. Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Anfang Februar in Buntenbock gewann er dann Silber im Sprint und Gold im Massenstart, womit er sich zudem für die Jugendrennen (U19) der Juniorenweltmeisterschaften in Soldier Hollow qualifizierte. Bei seinen ersten internationalen Einsätzen belegte er die Plätze 32, 27 und 24. Zudem musste er kurzfristig als Schlussläufer der Juniorenstaffel (U21) einspringen, mit der er Achter wurde.

Bei den ersten Rennen der Saison 2022/23 erzielte Seidl mehrere Podestplätze im Deutschlandpokal. Daraufhin wurde er für die Junioreneuropameisterschaften im Februar 2023 in Madona nominiert, wo er die Plätze 30, 14 und 28 belegte. Danach startete er Anfang März zum zweiten Mal bei den Jugendrennen (U19) der Juniorenweltmeisterschaften in Schtschutschinsk. Dort gewann er als Schlussläufer der Mixed-Staffel mit Julia Kink, Julia Tannheimer und Tim Nechwatal sowie als Startläufer der Staffel mit Erik Hafenmair und Albert Engelmann jeweils die Silbermedaille. In den Einzelrennen belegte er die Plätze 21, zwölf und sieben.

Juniorenbereich

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2023/24 wechselte Seidl vom Jugend- in den Juniorenbereich. Vor Beginn des Winters verpasste er die Qualifikation für den IBU-Junior-Cup. Stattdessen startete er im Deutschlandpokal, wo er im Dezember einen zweiten und einen ersten Platz erreichte. Nachdem er diese Leistung im Januar wiederholen konnte, erhielt er in Jakuszyce seine ersten Junior-Cup-Einsätze. Mit den Plätzen 22, zwölf und 22 verpasste er die Qualifikation für die Juniorenweltmeisterschaften. Er beendete die Deutschlandpokalsaison mit zwei weiteren Siegen auf Platz eins der Gesamtwertung bei den Junioren. Damit durfte er beim Finale des IBU-Cups in Obertilliach starten, wo er mit Platz 52 im Sprint und einer Überrundung in der Verfolgung sein Debüt im internationalen Erwachsenenbereich gab.

Vor Beginn des Winters 2024/25 schaffte Elias Seidl die Qualifikation für den IBU-Junior-Cup. In Ridnaun gewann er im Sprint sein erstes Rennen in dieser Wettkampfserie. Damit durfte er noch vor Weihnachten in Obertilliach im IBU-Cup starten, wo er die Plätze 59 und 24 belegte. Anfang Januar 2025 am Arber erreichte er mit Platz 15 im Sprint sein bis dahin bestes Ergebnis. Danach startete er bei den Junioreneuropameisterschaften in Altenberg. Dort gewann er mit Silber im Sprint seine erste internationale Einzelmedaille. Nach vier Wochen Wettkampfpause lief Seidl Anfang März bei seinen letzten Juniorenweltmeisterschaften in Östersund. Nach den Plätzen 23, 56 und zehn in den Einzelrennen gewann er zum Abschluss der Wettkämpfe in der Staffel gemeinsam mit Fabian Kaskel, Linus Kesper und Leonhard Pfund die Silbermedaille.

Zur Saison 2025/26 wechselte Elias Seidl vom Junioren- in den Erwachsenenbereich. Für die Vorbereitung wurde er vom DSV erstmals in die Lehrgangsgruppe 1b, d. h. die B-Mannschaft, aufgenommen. Bei den Deutschen Meisterschaften im September am Arber belegte er in allen drei Rennen den siebten Platz. Vor Beginn des Winters gewann er die interne Qualifikation für den IBU-Cup in Ruhpolding. Beim Auftakt in Obertilliach erreichte Seidl im ersten Sprint als Siebter seine erste Top-Ten-Platzierung; im zweiten Sprint wurde er dagegen nur 72. In der Folgewoche in Ridnaun war sein bestes Ergebnis Platz 18; auch bei der ersten Station im Januar 2026 am Arber war sein bestes Rennen Platz 19 in der Verfolgung.

Beim IBU-Cup Mitte Januar in Osrblie gewann Seidl als Teil der deutschen Mixed-Staffel sein erstes Rennen. Zudem verpasste er im Massenstart 60 als Vierter nur um wenige Sekunden einen Podestplatz. Da die Weltcupmannschaft aufgrund der anstehenden Olympischen Spiele nicht startet, wurde Seidl in der Folgewoche für seinen ersten Weltcup in Nové Město na Moravě nominiert. Im Kurz-Einzel gab er mit sechs Schießfehlern und Platz 69 sein Debüt in der höchsten Rennserie.

Ende Januar 2026 nahm Seidl in Sjusjøen an seinen ersten Biathlon-Europameisterschaften teil. Zum Auftakt verpasste er im Einzel als Vierter die Bronzemedaille um weniger als eine Sekunde. Nach Platz 24 im folgenden Sprint verbesserte er sich in der Verfolgung auf Platz zehn. Zum Abschluss gewann er als Startläufer der deutschen Staffel gemeinsam mit Simon Kaiser, Danilo Riethmüller und Leonhard Pfund die Silbermedaille.

Ende Februar erreichte Seidl im Kurz-Einzel zum Auftakt des zweiwöchigen IBU-Cup-Finales in Lake Placid seinen ersten Sieg in dieser Rennserie. Er gewann damit zudem die Disziplinenwertung im Einzel.

Europameisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Europameisterschaft Einzel Sprint Verfol-
gung
Staffel
Jahr Ort
2026 Norwegen Sjusjøen 4. 24. 10. 2.

Juniorenweltmeisterschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massen-
start
Staffel Mixed-
Staffel
Jahr Ort Altersklasse
2022 Vereinigte Staaten Soldier Hollow Jugend 32. 27. 24. N/A N/A
Junioren 8.
2023 Kasachstan Schtschutschinsk Junioren 21. 12. 7. 2. 2.
2025 Schweden Östersund Junioren 23. 56. N/A 10. 2.