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Creyssac

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Creyssac
Creissac
Creyssac (Frankreich)
Creyssac (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Périgueux
Kanton Brantôme en Périgord
Gemeindeverband Périgord Ribéracois
Koordinaten 45° 19′ N, 0° 33′ OKoordinaten: 45° 19′ N, 0° 33′ O
Höhe 82–153 m
Fläche 4,56 km²
Einwohner 104 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km²
Postleitzahl 24350
INSEE-Code

Blick auf Creyssac

Creyssac (Aussprache [kʁeˈsak], okzitanisch Creissac) ist eine französische Gemeinde mit 104 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord Ribéracois. Die Bewohner werden Creyssacois und Creyssacoises genannt.

Der Boulou zwischen Bourdeilles und Creyssac
Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Gemeinde (2018)

Creyssac liegt etwa 26 Kilometer südsüdwestlich von Nontron, etwa 19 Kilometer nordwestlich von Périgueux und etwa 51 Kilometer nordnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Ribéracois im touristisch benannten Landesteil des Périgord vert. Das Gemeindegebiet befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Dronne, dem Boulou und der Euche.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Creyssac liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie aus Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gebiets von Creyssac zeigt eine Hügellandschaft, die nach Norden hin bewaldet ist und durch die Täler von Dronne, Boulou und Euche begrenzt wird. Die Erhebungen erreichen selten Höhen von über 150 m. Der topografisch höchste Punkt liegt im Norden mit 153 m an der Grenze zur Nachbargemeinde Paussac-et-Saint-Vivien, der tiefste Punkt mit 82 m im äußersten Südwesten beim Zusammenfluss von Euche und Dronne, gleichzeitig beim Austritt der Dronne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt oberhalb der Dronne auf etwa 90 m Höhe.

Rund 55 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, rund 45 % sind bewaldet.[2]

Creyssac wird von folgenden drei Gemeinden umgeben:

Paussac-et-Saint-Vivien
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bourdeilles
Grand-Brassac

Natürliche Risiken

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Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Creyssac

Naturrisiken manifestieren sich in Creyssac neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1983, 1993 und 1999 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Im nahezu gesamten Gemeindegebiet besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräte und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, sind rund zwei Drittel des Gemeindegebiets von einer nach Süden hin mittleren, nach Norden hin von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 2005, 2001 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.[4]

Etymologie und Geschichte

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Der Name des Dorfes erschien erstmals im 13. Jahrhundert in den Schreibweisen Creyschac und Creichac (1259), in der Folge über die damalige Burg Turris de Creyssaco im Jahr 1409. Creyssac geht auf eine ursprünglich gallische Person namens Crixus zurück, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Crixacum, Anwesen des Crixus).[5]

Der Standort von Creyssac ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, zweifellos aufgrund eines reichen Wassernetzes. Die antike Besiedelung ist auch durch das Relikt einer gallorömischen Brücke, des Pont d’Ambon, belegt, der die Dronne überquert. Die Nähe einer Furt am Lieu-dit Le Gué de l’Éperon, wahrscheinlich der Via Agrippa, die Périgueux mit Saintes verband, klassifizierte Creyssac als einen für die Anlage von Verkehrswegen geeigneten Standort.

Der geologische Sockel der Gemeinde birgt Höhlenunterstände (französisch cluzeaux) und zahlreiche unterirdische Stätten: Cluzeau les Bourdeillettes, Bonjean, Trou de Pichon und die unterirdische Le Maine d’Euche, von der man annimmt, dass sie auch ein Überwachungsnetz für die Dronne darstellte.[6]

Im Mittelalter gehörte die Pfarrei zur Kastellanei von Bourdeilles.[7]

Bevölkerungsentwicklung

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Creyssac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
273
1800
  
264
1806
  
304
1821
  
320
1831
  
326
1836
  
312
1841
  
287
1846
  
276
1851
  
302
1856
  
263
1861
  
256
1866
  
266
1872
  
229
1876
  
231
1881
  
226
1886
  
225
1891
  
200
1896
  
194
1901
  
180
1906
  
185
1911
  
155
1921
  
140
1926
  
120
1931
  
104
1936
  
107
1946
  
117
1954
  
106
1962
  
110
1968
  
95
1975
  
94
1982
  
83
1990
  
81
1999
  
99
2006
  
103
2013
  
86
2020
  
98
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[8] INSEE ab 2006[9][10][11]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

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  • Die Kirche Saint-Barthélemy aus dem 12. Jahrhundert hat einen romanischen Ursprung, doch wurde sie wegen ihres schlechten Bauzustands im 19. Jahrhundert grundlegend überarbeitet. Markant ist der Vierungsturm mit seiner rundum offenen Aussichtsplattform. Das Kirchenschiff, das überkuppelte Vorchorjoch und die Apsis sind verputzt und mit Fugenmalereien versehen.[12]
  • Das Herrenhaus Le Boulou stammt aus dem 19. Jahrhundert.
  • Das Schloss La Barde ist ein zweigeschossiger Bau vom Beginn des 19. Jahrhunderts; es ersetzte einen während der Revolutionszeit zerstörten Adelssitz.[13]

Erwerbstätigkeit

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Im Jahre 2022 waren 52 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Creyssac erwerbstätig, entsprechend 94,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (92,9 %) niedriger war als bei den Frauen (96,3 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit sieben Personen im Jahr 2022 die gleiche wie im Jahr 2016.[14]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Rinderzucht zur Fleischerzeugung.[15] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde betrug 6 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, blieb gleichbleibend im Jahr 2000, sank auf 3 im Jahr 2010 und auf 1 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 83,3 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich hingegen von 149 Hektar im Jahre 1988 auf 259 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg entsprechend von 24,8 Hektar auf 258,6 Hektar.[16][17][18]

Creyssac liegt fernab von größeren Verkehrsachsen. Die Departementsstraße D 2 durchquert das westliche Gemeindegebiet, überquert die Dronne über den Pont d’Ambron als einzige Überquerung der Gemeinde und führt in südöstlicher Richtung nach Périgueux. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und nördlichen Nachbargemeinden.

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Creyssac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  5. Siehe Tanet, Hordé, Seite 127
  6. Creyssac (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  7. Vicomte de Gourgues: Gourgues-Dictionnaire topographique de la France. guyenne.fr, 23. Januar 2012, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  8. Notice Communale Creyssac. EHESS, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  9. Populations légales 2006 Commune de Creyssac (24144). INSEE, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  10. Populations légales 2013 Commune de Creyssac (24144). INSEE, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  11. Populations légales 2020 Commune de Creyssac (24144). INSEE, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  12. Creyssac – Église Saint-Barthélemy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  13. Creyssac – Château de la Barde (Memento vom 25. Juni 2018 im Internet Archive)
  14. Dossier complet Commune de Creyssac (24144). INSEE, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  15. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  16. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Creyssac. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  17. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).
  18. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. Januar 2026 (französisch).