Audi Typ E
| Audi | |
|---|---|
Audi Typ E
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| Typ E
| |
| Verkaufsbezeichnung | Audi 22/55 PS |
| Produktionszeitraum | 1913–1924 |
| Klasse | Oberklasse |
| Karosserieversionen | Tourenwagen, Landaulet, Limousine |
| Motoren | Ottomotor: 5,7 Liter (55 PS) |
| Länge | 4600 mm |
| Breite | 1750 mm |
| Höhe | 1550–2300 mm |
| Radstand | 3170–3465 mm |
| Leergewicht | 1725–2050 kg |


Der Audi Typ E ist ein Pkw-Modell der 1910er und 1920er Jahre. Er war der größte und stärkste Wagen, den die Audiwerke vor dem Ersten Weltkrieg herstellten.
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug hat einen vorn eingebauten Vierzylinder-Reihenmotor mit paarweise gegossenen Zylindern und einem Hubraum von 5702 cm³. Jeder Zylinder hat 110 mm Bohrung und 150 mm Hub. Der Motor leistet 55 PS. Das erklärt die Verkaufsbezeichnung 22/55 PS, wobei die 22 für die Steuer-PS stand. Über ein Viergang-Vorgelegegetriebe und eine Kardanwelle treibt der Motor die Hinterräder an. 90 bis 100 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich.[1]
Der Wagen hat einen Leiterrahmen und zwei blattgefederte Starrachsen. Das Fahrgestell war mit drei verschieden langen Radständen erhältlich: 3170 mm, 3320 mm und 3465 mm. Die Spurweite beträgt einheitlich 1400 mm. Externe Karosseriebauunternehmen stellten die Karosserien her. Dies sowie die verschiedenen Radstände führten dazu, dass alle Fahrzeuge unterschiedliche Abmessungen haben. Als Richtwert gelten 4600 mm Länge und 1750 mm Breite. Ein Tourenwagen ist etwa 1550 mm hoch und ein Landaulet etwa 2300 mm. Das Fahrgestell allein wiegt zwischen 1250 und 1400 kg, ein Tourenwagen etwa 1725 kg und ein Landaulet etwa 2050 kg.[1] Außerdem gab es eine Limousine.
Gestiegene Kundenanforderungen führten nach Ende des Ersten Weltkriegs zum Einbau einer elektrischen Anlage für Beleuchtung und Motoranlasser.[2]
1911 gab es bereits einen Prototyp. Die Serienfertigung lief von 1913 bis 1924 und umfasste 300 Fahrzeuge.[1] Ein erhaltenes Fahrzeug steht im Technik-Museum Sinsheim, ein weiteres mit einer Karosserie von Erdmann & Rossi in der Cité de l’Automobile in Mülhausen und ein Motor im August Horch Museum in Zwickau.[3]
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Typ E | |
|---|---|
| Baujahre | 1913–1924 |
| Aufbauten | Tourenwagen, Landaulet, Limousine |
| Motor | Reihen-Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor |
| Ventilsteuerung | IOE-Ventilsteuerung (gegengesteuert) |
| Bohrung × Hub | 110 mm × 150 mm |
| Hubraum | 5702 cm³ |
| Nennleistung | 55 PS bei 1650/min |
| Verbrauch | 20–22 Liter auf 100 km |
| Höchstgeschwindigkeit | 90–100 km/h |
| Leergewicht | 1725–2050 kg |
| Länge | 4600 mm |
| Breite | 1750 mm |
| Höhe | 1550–2300 mm |
| Radstand | 3170–3465 mm |
| Spur | 1400 mm |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1.
- Halwart Schrader: Deutsche Autos. Band 1: 1885–1920. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02211-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Audi 22/55 PS Typ E Doppelphaeton, 1913 ( vom 22. April 2018 im Internet Archive) Auf audi.com.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 219.
- ↑ Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 58–66.
- ↑ Peter Kirchberg, Ralf Hornung: Audi-Automobile 1909–1940. Das Unternehmen · Die Marke · Die Autos. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-7688-2577-1, S. 20–50.