Adolf Edward Zucker
Adolf Edward Zucker (* 26. Oktober 1890 in Fort Wayne; † 13. Mai 1971 in College Park/Maryland) war ein US-amerikanischer Germanist, Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Adolf Edward Zucker, Sohn einer deutschen Einwander- bzw. Missionarsfamilie, studierte nach dem Schulbesuch in Fort Wayne Germanistik und Literaturwissenschaft vor allem an der University of Illinois, Urbana. Dort erwarb er 1912 den Bachelor- und 1913 den Magistergrad. Von 1913 bis 1918 arbeitete er als Deutschlehrer in Clifton (Texas) und an der University of Pennsylvania (1915 bis 1917). Im Jahree 1917 promovierte er an der University of Pennsylvania zum Ph.D. Von 1917 bis 1922 hielt er sich als Deutschlehrer bzw. Assistenzprofessor für englische Sprache in Peking auf. Von 1922 bis 1923 folgte ein Graduiertenaufenthalt an der Universität Paris (Sorbonne). Von 1923 bis 1935 lehrte er als Professor für deutsche Sprache und Literatur an der University of Maryland, außerdem wiederum von 1938 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1961. Zwischenzeitlich hatte er eine Professur an der University of North Carolina und der Indiana University inne.
Von 1945 bis 1946 war Zucker Mitarbeiter der amerikanischen Militärverwaltung in Deutschland und zwar im Bereich der Kultur- und Erziehungsarbeit. 1954 unternahm er mit weiteren Germanistik-Kollegen aus den USA an einer Studienreise in Deutschland teil. Gastvorlesungen hielt er an mehreren Hochschulen in den USA und Deutschland. Im Jahre 1959 wurde ihm das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Zucker u. a. mit der Emigration von Deutschen in die USA sowie der jüngeren Literatur- und der Theatergeschichte. Außerdem schrieb er über Henrik Ibsen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Robert Reitzel (= Americana Germanica, Bd. 25). Americana Germanica Press, Philadelphia 1917 (= Dissertation an der University of Pennsylvania).
- The Chinese theatre. Little Brown, Boston 1925.
- Genealogical Novel. A new genre. In: Publications of the Modern Language Association, Bd. 43 (1928), S. 551–560.
- The Ibsenian Villain in Sudermann’s Heimat. In: The Germanic review, Bd. 3 (1928), S. 208–217.
- Ibsen, the master builder. Holt, New York 1929 (Reprint: Octogon Books; New York 1973, ISBN 0-374-98910-9).
- (Hrsg.): Ludwig Thoma / Die Lokalbahn. Crofts, New York 1931.
- (Hrsg.): Deutschlands vergessene Freiheit. Eine Anthologie deutscher freiheitlicher Schriften von Luther bis zur Gegenwart. Pontes-Verlag, Berlin 1946 (4. Aufl. 1948).
- The Literary Work of Albrecht Haushofer. In: Modern Language Quarterly, Bd. 11 (1950), S. 462–471.
- The Forty-eighters. Political refugees of the German Revolution of 1848. Columbia University Press, New York 1950 (Reprint: Russell, New York 1967).
- Amerika und Deutschland. Parallel lives of great Americans and Germans. Appleton-Century-Crofts, New York 1953.
- General De Kalb, Lafayette’s mentor (= University of North Carolina studies in Germanic languages and literatures, Bd. 53). University of North Carolina Press, Chapel Hill, NC 1966.
- (Übers. u. Hrsg.): The Redentin easter play (= Records of civilization, Bd. 32). Octagon Books, New York 1966.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ansgar Reiss: Zucker, Adolf Edward. In: Christoph König (Hrsg.): Internationales Germanistenlexikon 1800–1950. Bd. 3. De Gruyter, Berlin 2003, S. 2116f., ISBN 3-11-015485-4 (mit allen biografischen Daten u. weiteren Literaturangaben).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zucker, Adolf Edward |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Germanist, Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 26. Oktober 1890 |
| GEBURTSORT | Fort Wayne |
| STERBEDATUM | 13. Mai 1971 |
| STERBEORT | College Park/Maryland |